Bunte Plastiktütchen im Briefkasten, gefüllt mit Kokain, Ecstasy, Ketamin oder der Designerdroge 3-MMC: Vor dieser Masche Berliner Dealer warnt derzeit die Polizei. Das Problem ist, dass die Päckchen aussehen wie Sammelkarten oder Süßigkeiten – und damit vor allem Kinder ansprechen.Was also tun, wenn der eigene Nachwuchs so ein Tütchen findet, öffnet und vielleicht sogar etwas davon in den Mund nimmt? Die wichtigsten Regeln im Überblick, zusammengetragen aus den Empfehlungen des Giftnotrufs der Charité und der Stiftung Kindergesundheit.

Die von der Berliner Polizei sichergestellten Drogen-Päckchen sehen aus wie Süßigkeiten und werden jetzt auch in Berliner Briefkästen gesteckt. Lebensgefährlich für Kinder, die damit in Kontakt kommen.

© Arne Dedert

Der wichtigste Grundsatz: Nicht auf Symptome warten

Fachleute sind sich einig: Beim leisesten Verdacht, dass ein Kind eine gefährliche Substanz eingenommen hat, sollten Eltern nicht erst auf Vergiftungsanzeichen warten, sondern sofort handeln. Das gilt bei Medikamenten und Haushaltsgiften – und erst recht bei harten Drogen, deren Dosis für einen kleinen Körper völlig unkalkulierbar ist.Die Faustregel für den Ernstfall ist einfach. Zeigt das Kind bereits Symptome oder besteht der Verdacht auf Drogen, zählt jede Minute: Wählen Sie sofort den Notruf 112!