Trump erklärt Rahmenabkommen mit Iran für hinfällig US-Präsident Donald Trump hat das Rahmenabkommen zur Beendigung des Konflikts mit Iran für hinfällig erklärt. Es sei „vorbei“, sagte Trump vor dem NATO-Gipfel in Ankara. ‌Er wolle nicht mit Teheran verhandeln und mit Iran nichts mehr zu tun haben. Das seien „kranke Leute“, sagte Trump bei einem ‌gemeinsamen Auftritt mit NATO-Generalsekretär ‌Mark Rutte. Wadephul: Iran muss jetzt endlich vernünftig verhandelnTrotz der jüngsten US-Angriffe auf den Iran betrachtet der deutsche Außenminister Johann Wadephul die Diplomatie um eine Beendigung des Konflikts noch nicht als gescheitert. Iran müsse aber jetzt wirklich verstehen, dass es Zeit für ernsthafte Verhandlungen sei, sagte der CDU-Politiker dem Sender NDR Info. Die iranische Führung habe noch immer nicht verstanden, dass sie darauf verzichten müsse, „eine nukleare Bewaffnung zu haben“, sagte Wadephul. Sie habe nun die Chance, den Krieg mit einem entsprechenden Bekenntnis und vernünftigen Verhandlungen zu beenden.Die im April ausgehandelte Waffenruhe als Grundlage für tiefergehende Gespräche zwischen den USA und Iran hält Wadephul trotzdem nicht für gescheitert. „Nein, ich glaube, es gibt eine Chance, dass wirklich diese Verhandlungen noch stattfinden“, sagte er zu NDR Info.Er betonte, dass man endlich Ruhe in der für den Welthandel so wichtigen Straße von Hormus brauche. „Sie muss frei sein, sie muss zugänglich sein für den internationalen Schiffsverkehr.“ Der Iran verhindere dies überwiegend, was ein Verstoß gegen das Seevölkerrecht sei. Rutte: Jüngste US-Angriffe auf Iran waren „notwendig“ NATO-Generalsekretär Mark Rutte hat die jüngsten Angriffe der USA auf Iran als „absolut notwendig“ bezeichnet. Iran habe die bestehende Waffenruhe „im Grunde genommen verletzt“, sagte Rutte am Rande des NATO-Gipfels in Ankara am Mittwoch. Es sei „absolut entscheidend, dass die USA entschlossen reagieren“, fügte er hinzu. Sabrina FrangosIran meldet Angriffe auf US-Stützpunkte in Kuwait und BahrainNach neuen US-Angriffen in Iran haben die Revolutionsgarden nach eigenen Angaben amerikanische Stützpunkte in Kuwait und Bahrain attackiert. Die iranischen Streitkräfte hätten mit Raketen und Drohnen „85 wichtige US-Armeeanlagen“ in den beiden Ländern angegriffen, hieß es in einer am Mittwoch vom iranischen Staatsfernsehen verbreiteten Erklärung der Revolutionsgarden. Zuvor hatte das US-Militär gemeldet, mehr als 80 Ziele im Iran angegriffen zu haben. Sabrina FrangosEskalation im Nahen Osten treibt Ölpreis und belastet AktienDie Eskalation des Konflikts zwischen den USA und ​Iran hat am Mittwoch den Ölpreis in die Höhe getrieben und für Nervosität ⁠an den Finanzmärkten gesorgt. Nach US-Luftangriffen auf Ziele in Iran und der Wiedereinführung von Sanktionen gegen iranische Ölexporte fürchten Anleger eine Störung der Lieferketten im Nahen Osten. „Offensichtlich mag ‌der Markt diese Angriffe nicht, aber es ist auch keine ausgewachsene Panik“, sagte Jason Wong, Stratege bei der Bank of New Zealand. Die Anfälligkeit des Marktes sei ‌jedoch wegen der weltweit niedrigen ‌Reserven hoch. Daten aus dieser Woche zeigten, dass die strategischen Ölreserven der USA auf den niedrigsten Stand seit 1983 gefallen sind. An den Aktienmärkten deuteten die Termingeschäfte auf eine schwächere ​Eröffnung in den USA hin. Sabrina FrangosUS-Militär beendet Angriffe gegen Iran – mehr als 80 ZieleEigentlich gilt im Irankrieg eine Waffenruhe, doch nun scheint die Lage abermals zu eskalieren: Das US-Militär hat nach eigenen Angaben mehr als 80 Ziele in Iran angegriffen und seine Attacken mittlerweile beendet. Die Streitkräfte hätten unter anderem Luftabwehrsysteme, Schiffsabwehrraketen sowie mehr als 60 Boote der Revolutionsgarden in oder nahe der Straße von Hormus getroffen, teilte das zuständige Regionalkommando Centcom mit. Damit sei die Fähigkeit Irans beeinträchtigt worden, den Schiffsverkehr in der Meerenge zu stören.Das US-Militär stellte die Attacke als Reaktion auf iranische Angriffe auf drei Handelsschiffe dar. Centcom zufolge hatte Iran je ein Schiff unter Flagge der Marshallinseln, Liberias sowie Saudi-Arabiens angegriffen. Die US-Streitkräfte stünden weiterhin bereit, Iran bei Verstößen gegen das Rahmenabkommen zur Rechenschaft zu ziehen, hieß es. Iran verurteilt amerikanische Angriffe Iran hat die erneuten Angriffe der USA als Verstoß gegen das Rahmenabkommen verurteilt. Das Vorgehen der USA, Sanktionen auf iranisches Öl wieder in Kraft zu setzen sowie die daraufhin erfolgten Angriffe stellten einen „schwerwiegenden Verstoß“ gegen das Abkommen dar, schrieb der stellvertretende Außenminister Kasem Gharibabadi auf der Plattform X. Mit dem abermaligem Angriff der USA auf Ziele in Iran wächst die Gefahr einer erneuten militärischen Eskalation in der Region. Nach wochenlangen Kämpfen zwischen den USA, Israel und Iran war erst im vergangenen Monat eine vorläufige Vereinbarung erreicht worden, die Raum für intensive Verhandlungen über ein Ende des Krieges schaffen sollte. Diese Gespräche stocken derzeit. Laut iranischen Staatsmedien waren in der Nacht zum Mittwoch mehrere Explosionen rings um die Straße von Hormus zu hören. Unter anderem seien die Insel Qeshm und die Stadt Sirik betroffen, berichtete der Sender Irib. Die Führung in Teheran drohte unmittelbar nach den neuen US-Angriffen mit Vergeltung. „Iran spricht eine ernste Warnung vor den Folgen des Vertragsbruchs durch die USA aus“, hieß es in einer auf Telegram veröffentlichten Erklärung des Außenministeriums. Iran werde „entschlossene Maßnahmen ergreifen, um seine Interessen und seine nationale Sicherheit zu schützen“. Robert DikomeitBrief aus dem IrankriegUnsere Autorin schreibt unter Pseudonym jede Woche Briefe aus Iran, in denen sie von ihrem Alltag berichtet. Sie erzählt, wie Teheran um Khamenei trauert, während Amerika seinen 250. Geburtstag feiert. Und sie beschreibt, was Freiheit für sie bedeutet in einem Land, in dem Wissen als Gefahr gilt und viele Türen verschlossen bleiben. Ihren Text lesen Sie hier:Robert DikomeitIran verurteilt US-Sanktionen gegen ÖlverkäufeDas iranische Außenministerium verurteilt die Entscheidung der USA, die vorübergehend ausgesetzten Sanktionen gegen iranische Ölexporte wieder in ​Kraft zu setzen. Dieser Schritt verstoße gegen das Islamabad-Memorandum zur Waffenruhe, teilt das Ministerium mit. Man mache Washington für die Folgen verantwortlich und werde alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die eigenen Interessen und die nationale Sicherheit zu wahren. Robert DikomeitNach Angriffen auf Tanker: US-Armee greift Ziele in Iran anDie USA greifen nach eigenen Angaben Ziele in Iran an. Dies sei eine Reaktion ​auf iranische Attacken auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus, teilt das Militär mit. Das Vorgehen Irans sei gefährlich und ein klarer Bruch der Waffenruhe. Zeitgleich berichten iranische Medien über mehrere Explosionen im Süden des Landes. ⁠Diese seien unter anderem in den Hafenstädten Sirik und Bandar Abbas sowie auf der Insel Keschm zu hören gewesen. Berichte über Opfer oder Schäden liegen zunächst nicht vor. Weiterer Angriff in der Straße von HormusIn der Straße von Hormus hat sich ein weiterer Angriff auf mindestens einen Tanker ereignet. Das Schiff sei in der Meerenge von einer Drohne getroffen und leicht beschädigt worden, teilte die britische Behörde für Sicherheit der Handelsschifffahrt (UKMTO) am Nachmittag unter Berufung auf „Militärbehörden“ mit. Opfer habe es nicht gegeben und das Schiff setze seine Fahrt fort. Es blieb unklar, welche Behörde und welches Land den Angriff meldete. Fast zeitgleich meldete die UKMTO, dass ein Tanker in der Straße von Hormus von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen und vermutlich beschädigt worden sei. Es blieb unklar, ob es sich bei beiden Meldungen der Behörde um denselben Vorfall handelte. Unklar blieb auch, wer hinter dem Angriff steckt. In der Nacht hatte die Behörde bereits einen Angriff in dem Gebiet gemeldet, bei dem nach Angaben der Schiffsbesatzung ein Tanker von einem „unbekannten Geschoss“ getroffen wurde. Mehr ladenTickarooLive Blog Software