PfadnavigationHomeNewstickerDPAInfolinePanoramaStillen in der U-Bahn? Mütter wehren sich gegen TabuStand: 05:31 UhrLesedauer: 2 MinutenNicht immer kann es mit dem Stillen bis zu Hause warten. (Symbolbild)Quelle: Monika Skolimowska/dpa-Zentralbild/dpaWas für viele Mütter Alltag ist, sorgt in der Öffentlichkeit noch immer für irritierte Blicke und bissige Kommentare. Eine bundesweite Aktion will das nicht länger hinnehmen.Stillen in der Öffentlichkeit sollte selbstverständlich sein - darauf wollen Frauen mit der Kampagne #ichstillwoichwill aufmerksam machen. In sozialen Medien posten Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland Fotos, die sie beim Stillen an öffentlichen Orten zeigen. In Berlin ließen sich dafür nach Angaben der Initiatorin Katharina Kokott rund 120 Frauen in der U-Bahn, in Museen, Bibliotheken oder im Supermarkt beim Stillen fotografieren.«Es wird erwartet, dass Frauen Kinder bekommen und sich um sie sorgen», sagt Kokott, selbst stillende Mutter von zwei Kindern und Gründerin des Mama Netzwerkes Berlin. «Aber sobald das sichtbar ist, wird es bewertet, kommentiert und verbannt von verschiedenen Orten. Das ist für mich ein Widerspruch.»«Stillen ist etwas komplett Natürliches»Auslöser für die Aktion ist ein Vorfall in einem Saarbrücker Einkaufszentrum. Eine Mutter stillte dort ihr Baby, der Sicherheitsdienst bat sie darum, das zu unterlassen, wie mehrere Medien berichteten. Den Berichten zufolge entschuldigte sich der Betreiber später schriftlich bei der Frau. Aus Protest ließen sich wenige Tage später eine Gruppe Mütter