PfadnavigationHomeSport„Sollte ich das machen“„Struktur, Ausbildung. Einen Haufen zu tun“ – Klopp skizziert seine Aufgaben als BundestrainerStand: 22:49 UhrLesedauer: 3 MinutenNach dem frühen Aus der deutschen Mannschaft bei der Weltmeisterschaft spricht Rudi Völler über den Abschied von Julian Nagelsmann und dessen möglichen Nachfolger Jürgen Klopp. Völler selbst wird dem DFB erhalten bleiben.Jürgen Klopp wird wohl neuer Bundestrainer. Vor dem Achtelfinale der Schweiz skizziert er zusammen mit Thomas Müller die Herangehensweise an die große Aufgabe. Alles noch im Konjunktiv.Der gegenseitige Wille ist bekundet. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will Jürgen Klopp als Nachfolger für Julian Nagelsmann, und Klopp will neuer Bundestrainer werden. Doch noch ist keine Ablöse bezahlt und noch kein Vertrag unterschrieben.DFB-Vizepräsident und Ligapräsident Hans-Joachim Watzke taxierte die Wahrscheinlichkeit auf „größer als 50 Prozent“, dass der DFB und Klopp zusammenfinden. Aber sie sei eben „nicht bei 100 Prozent“, mahnte Watzke: „Das ist definitiv noch nicht abgehakt.“Auch Klopp selbst redete vor dem WM-Achtelfinale zwischen der Schweiz und Kolumbien noch im Konjunktiv. Der Magenta-Experte freute sich, dass Rudi Völler dem DFB erhalten bleibt. „Und wenn es mit mir so kommen sollte, dann wäre es ja total hilfreich, dass man jemanden hat, der die Abläufe und alles kennt – Rudi mit seiner Fußballerfahrung und natürlich seiner langen Tätigkeit im Verband. Erfahrungen, die ich nicht habe, weil ich weder in der Nationalmannschaft gespielt noch eine trainiert habe“, sagte Klopp.Sein Experten-Kollege Thomas Müller wurde deutlicher. Er sprach sich klar für Klopp als neuen Bundestrainer aus, nicht nur wegen dessen taktischen Fähigkeiten. „Die Wahl mit Jürgen ist natürlich insofern interessant, als er nicht nur ein erfolgreicher Trainer ist, sondern weil er jetzt natürlich auch in seiner aktuellen Tätigkeit auch mit Strukturierung zu tun hat. Darum geht es jetzt ja, dass wir Strukturen aufbauen“, sagte Müller. Es sei zwar viel angestoßen worden in den vergangenen Jahren: „Aber es kommt jetzt nicht einfach nur ein neuer Trainer herein, der die Namen auf die Taktik-Tafel schreibt. Es geht natürlich auch darum, Strukturen so aufzusetzen, dass dann die Dinge auch umgesetzt werden können, die nötig sind. Jetzt gehen wir doch einfach mal davon aus, dass es dann so kommt mit Jürgen.“„Wenn ich es machen sollte“, sagt KloppDies ging Klopp, der zwischen Moderator Johannes B. Kerner und Müller stand etwas zu weit: „Das ist ein bisschen komisch. Wenn ich hier dazwischen drinstehe und dann dazu nichts sage, ist schon Quatsch.“ Also sagte er etwas dazu. „Ich war lange bei Vereinen und mir war nie nur die erste Mannschaft wichtig. Es gibt zwei Dinge im Fußballverein, bei denen ich immer davon ausgehen will, dass ich langfristig da bin. Das eine ist das nächste Spiel. Das andere ist die Zukunft der kompletten Nummer. Natürlich geht es um Struktur. Aber um etwas zu verändern, muss man zuallererst mal eins tun. Man muss wissen, was wirklich passiert“, sagte Klopp. Und weiter: „Es ist offensichtlich nicht so, dass wir die besten Spieler der Welt haben und davon noch 200 in der Hinterhand. Das hat unglaublich viele Gründe. Nicht nur, aber auch die Ausbildung. Sollte ich das machen, ist das Einzige, was mich interessiert, nicht das erste Spiel gegen Holland“, sagte Klopp. Es sein doch vollkommen klar, dass das jetzt kein Job sei, bei dem man sagt: „Wir setzen uns alle vier Wochen hin, wenn wir ein Spiel vor der Nase haben. Es geht um viel, ganz bestimmt. Und wer es auch immer machen wird am Ende, hat einen Haufen zu tun. Das ist schon mal klar.“
„Sollte ich das machen“: „Struktur, Ausbildung. Einen Haufen zu tun“ – Klopp skizziert seine Aufgaben als Bundestrainer - WELT
Jürgen Klopp wird wohl neuer Bundestrainer. Vor dem Achtelfinale der Schweiz skizziert er zusammen mit Thomas Müller die Herangehensweise an die große Aufgabe. Alles noch im Konjunktiv.











