Brüssel will noch in diesem Jahr ein Gesetz für die Haltung von Legehennen wie Hähnen und im kommenden Jahr eines für Schweine vorschlagen. Die Aussicht auf strengere Tierschutzregeln stellte die EU-Kommission nun in Aussicht .Eigenen Angaben zufolge will die Kommission erreichen, dass Legehennen langfristig nicht mehr in Käfigen gehalten werden. Ziel sei es außerdem, männliche Küken nicht mehr systematisch zu töten. Mittlerweile ist es technisch möglich, schon im Brutstadium das Geschlecht von Hühnerembryonen festzustellen, wie eine EU-Beamtin sagte.
Für Importeure aus Staaten außerhalb der EU sollen den Angaben zufolge die gleichen Standards gelten, sobald neue Regeln in Kraft treten. Landwirte sollen zudem bei der Umstellung unterstützt werden, etwa durch Förderprogramme. Die Kommission werde mit der Europäischen Investitionsbank prüfen, ob bei Tierschutzmaßnahmen ein bevorzugter Zugang zu Darlehen möglich sei, hieß es weiter.Die Tierhaltung macht laut Kommission 40 Prozent der Wertschöpfung der EU-Landwirtschaft aus, erwirtschaftet einen Jahresumsatz von 400 Milliarden Euro und gibt 7 Millionen Menschen Arbeit. Doch unter anderem Tierkrankheiten, Klimawandel, Marktveränderungen, hohe Produktionskosten und ein Mangel junger Landwirte seien Herausforderungen.







