Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa und SID.Hier geht es zum Spielplan, hier zum deutschen Kader, hier zu einer Übersicht über die Spielorte und Stadien, hier zu einem Überblick über alle WM-Teilnehmer und hier zur Schwerpunktseite zur WM mit allen Texten der SZ.Alle Nachrichten und SZ-Geschichten zur WM erhalten Sie auch zweimal täglich mit unseren Newslettern „SZ am Morgen“ und „SZ am Abend“. Hier können Sie sich dafür anmelden.Wichtige UpdatesRassistische Äußerungen gegen Mbappé: Emmanuel Macron meldet sich zu WortNach Sieg gegen USA: Belgien stichelt und tanzt wie TrumpDa hilft auch kein Anruf mehr – das war die Nacht Watzke äußert sich zu Klopp-VerhandlungenCollina nimmt von Trump kritisierten Schiedsrichter in SchutzRudi Völler bleibt DFB-SportdirektorRudi Völler geht nicht vorzeitig in Rente. Der 66-Jährige macht beim Deutschen Fußball-Bund als Sportdirektor weiter. Er will auch nach dem WM-Flop in Amerika und der inzwischen auch aus seiner Sicht „richtigen“ Trennung von Julian Nagelsmann seinen bis zur EM 2028 laufenden Vertrag erfüllen. In einem Team mit dem designierten Bundestrainer Jürgen Klopp will der ehemalige Teamchef aktiv zum Wiederaufbau der Nationalelf beitragen.Diese Entscheidung verkündete Völler nach einem Telefonat mit Klopp sowie Gesprächen mit DFB-Präsident Bernd Neuendorf und DFB-Vize Hans-Joachim Watzke in einer Medienrunde, an der auch die Süddeutsche Zeitung teilnahm. „Das Gesamtpaket hat den Ausschlag gegeben, dass ich weitermache“, sagte Völler am DFB-Campus. Völler berichtete auch von einem Anruf von Oliver Mintzlaff, dem Geschäftsführer bei Red Bull. „Das hat mich sehr gefreut.“ Auch dieser habe ihn zum Weitermachen ermuntert, eine Zusammenarbeit mit Klopp werde „super“, sagte Mintzlaff schon mal voraus. Mit Klopp habe es am vergangenen Samstag „ein längeres Gespräch“ gegeben, sagte Völler. Das Signal an den Sportdirektor aus New York war klar. „Es hat sich schnell herauskristallisiert, dass es am Ende auch funktionieren kann und wird“, sagte Völler.Hoeneß: Mertesacker wäre gut für den DFBUli Hoeneß würde eine Aufgabe von Ex-Weltmeister Per Mertesacker im deutschen Fußball sehr begrüßen. „Er hat als ehemaliger Profi große internationale Erfahrung. Er hat immer gezeigt, wie gut er mit Menschen umgehen kann“, sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern München der Bild. Zudem würde Mertesacker „es niemals des Geldes wegen machen, sondern weil es ihn reizt, mit seiner Leidenschaft etwas aufzubauen und voranzubringen. Genau diese Leute, die sich selbst hochgedient haben und bereit sind, hart zu arbeiten, brauchen wir jetzt.“Mertesacker, aktuell als TV-Experte beim ZDF im Einsatz, hatte vor wenigen Tagen erklärt, dass er für eine Aufgabe beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) bereit wäre. „Irgendwann mal beim DFB zu arbeiten und dem deutschen Fußball, dem ich so viel zu verdanken habe, etwas zurückzugeben, reizt mich. Dafür stehe ich natürlich zur Verfügung“, sagte der 41-Jährige, der zuletzt die Nachwuchsakademie des FC Arsenal leitete. Mertesackers größter sportlicher Erfolg war der Gewinn des WM-Titels im Jahr 2014.WM-Rekordjäger: Klose telefoniert mit MessiEx-WM-Rekordtorjäger Miroslav Klose hat seinem Nachfolger Lionel Messi seine Glückwünsche am Telefon übermittelt. „Messi ist ein brutales Phänomen. Der argentinische Nationaltrainer Lionel Scaloni war mein Mitspieler bei Lazio Rom, wir stehen noch regelmäßig in Kontakt. Er hat ein Telefonat von Messi und mir arrangiert, nachdem er meinen WM-Torrekord eingestellt hat. Das war schon sehr bewegend“, erklärte der Trainer des 1. FC Nürnberg bei einem WM-Talk des Fußball-Zweitligisten am vergangenen Donnerstag. „Messi und ich sind uns natürlich immer mal wieder auf dem Platz begegnet, das war immer schön und respektvoll. Das Telefonat jetzt war aber das erste Mal, dass wir abseits davon etwas länger miteinander gesprochen haben. Er hat gesagt, er schickt mir ein unterschriebenes Trikot“, sagte Klose. Der 39 Jahre alte Messi, der vor dem Achtelfinale gegen Ägypten auf 20 WM-Tore kommt, hatte Klose bei der Vorrundenpartie gegen Österreich mit seinem 17. WM-Tor als Rekordtorschütze abgelöst. Bis zum Beginn des Turniers in den USA, Kanada und Mexiko hatte der 2014er-Weltmeister Klose den WM-Torrekord mit 16 Treffern gehalten. Inzwischen ist auch Frankreichs Kylian Mbappé mit 19 Toren vorbeigezogen. „Lionel Messi ist für mich der beste Fußballer aller Zeiten! Glückwunsch, Champion!“, hatte Klose der Süddeutschen Zeitung nach Messis 17. WM-Tor gesagt. „Das ist auch völlig okay, der Rekord wird sowieso irgendwann geknackt werden, und dann darf das gerne Messi machen. Ich bin ein großer Fan von Messi, schon immer gewesen“, sagte Klose über das „Genie“. Das SZ-Interview mit dem einstigen WM-Rekordjäger lesen Sie hier:Nach Sieg gegen USA: Belgien stichelt und tanzt wie TrumpDer belgische Fußballverband (RBFA) hat den Sieg im Achtelfinale über die USA in den sozialen Medien mit einer Spitze in Richtung US-Präsident Donald Trump gefeiert. Nach dem 4:1 postete der Verband bei X ein Bild von Torschütze Romelu Lukaku beim Jubel mit einer Hand am Ohr. Dazu hieß es: „Macht das mal rückgängig.“ Viele deuteten das als Anspielung auf Trump, der mit einem Anruf bei Fifa-Präsident Gianni Infantino um eine Überprüfung der Rot-Sperre von US-Stürmer Folarin Balogun gebeten hatte.Der Anruf und die daraufhin tatsächlich aufgehobene Sperre hatten für große Empörung gesorgt. Die Belgier hatten schon während des Spiels auf dem Platz mit einer kleinen Showeinlage den Takt vorgegeben. Nach dem 4:1 in der Nachspielzeit führten sie beim Torjubel einen Tanz auf, der nach dem berühmten „Trump-Dance“ aussah und deshalb als Imitation des US-Präsidenten verstanden werden konnte. In den sozialen Medien verbreitete sich der Clip, teils mit Musik unterlegt, auf zahlreichen Kanälen.Da hilft auch kein Anruf mehr – das war die Nacht Mit der hochkontroversen Begnadigung von US-Stürmer Folarin Balogun nach einem Telefonat von US-Präsident Donald Trump mit Fifa-Präsident Gianni Infantino lag der Fokus auf dem WM-Achtelfinale zwischen dem Gastgeber und Belgien. Die Frage war: Was passiert noch? Die Antwort: Die USA zeigten, warum auch immer, ihr schlechtestes WM-Spiel, lagen schnell zurück, kamen nur durch einen abgefälschten Freistoß von Malik Tillman ins Spiel zurück – und gingen dann unter anderem wegen eines slapstickhaften Torwartfehlers am Ende 1:4 unter. Balogun kam auf 19 Ballkontakte und drei Schüsse aufs Tor – er war kein entscheidender Faktor. Fifa-Präsident Gianni Infantino wird sich fragen, ob sich diese sportjuristischen und sportpolitischen Verrenkungen gelohnt haben. Die Fußballwelt ist nun berechtigterweise davon überzeugt, dass die Fifa auch in sportlichen Fragen politisch beeinflussbar ist.Neben dem Gastgeber hat sich noch jemand von der WM verabschiedet. Cristiano Ronaldo, 41 Jahre alt, verlor mit seinen Portugiesen in einem vor allem in der zweiten Halbzeit enttäuschenden Spiel gegen Spanien. Es war wenig überraschend sein letzter WM-Auftritt, eine weitere Teilnahme mit 45 Jahren strebt er nicht mehr an.Watzke äußert sich zu Klopp-VerhandlungenDFB-Vize Hans-Joachim Watzke hat den Druck auf Verhandlungspartner Red Bull in der Personalie des Traum-Bundestrainers Jürgen Klopp vor den anstehenden Gesprächen noch einmal erhöht. „Ich weiß, dass Jürgen Deutschland liebt“, sagte Watzke im ZDF und betonte mit Blick auf dessen Noch-Arbeitgeber: „Welches Unternehmen möchte denn auf seiner Image-Fahne stehen haben: 'Ich habe das Engagement von Jürgen Klopp verhindert?'“Klopp soll den nach dem WM-Aus zurückgetretenen Julian Nagelsmann beerben, hat aber einen Vertrag bis 2029 beim Brausekonzern. Watzke betonte, der Deutsche Fußball-Bund sollte „versuchen zu verhindern“, erstmals eine Ablöse für einen Coach zu bezahlen. Er sei zwar grundsätzlich Pessimist, bei dieser Personalie aber zuversichtlich: „Das kriegen wir auch hin.“Ziel der Verhandlungen zwischen dem DFB mit Präsident Bernd Neuendorf an der Spitze, Klopp und RB sei ein guter Kompromiss, bei dem „keiner jubelt und keiner am Boden zerstört ist“. Das für Klopp fällige Millionen-Gehalt sieht er nicht als zu hohe Hürde. Das Beispiel Nagelsmann habe gezeigt: „Wir bezahlen auch nicht mit Erdnüssen, wir sind schon konkurrenzfähig.“Allerdings greife der Verband mit Klopp „ins höchste Regal“, der ehemalige Meistermacher von Dortmund und Liverpool sei auf einer Ebene mit Pep Guardiola anzusiedeln. Zu klären sei, „welches Mitspracherecht er haben möchte“ in Sachen Strukturen.Auch einen konkreten Zeitkorridor für die Personalie nannte Watzke. Zum Nations-League-Start am 24. September in den Niederlanden „sollten wir einen (Bundestrainer) haben, das würde helfen“, sagte er scherzhaft und ergänzte: „Ich denke mal, vier Wochen längstens, das sollten wir hinkriegen.“Collina nimmt von Trump kritisierten Schiedsrichter in SchutzFifa-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina hat WM-Schiedsrichter Raphael Claus nach der Kritik von US-Präsident Donald Trump in Schutz genommen. Der brasilianische Referee, der im Mittelpunkt der Kontroverse um den US-Angreifer Folarin Balogun stand, habe während seiner gesamten Laufbahn „höchste Maßstäbe an Professionalität und Integrität“ bewiesen, teilte er mit.Collina bezeichnete Claus als wichtiges Mitglied des Teams der Unparteiischen bei der WM. „Er ist ein erfahrener und hoch angesehener Schiedsrichter, und wir haben weiterhin volles Vertrauen in ihn als zuverlässigen Spielleiter“, sagte Collina.Trump hatte Claus mit Blick auf dessen Vergangenheit als „ein bisschen suspekt“ bezeichnet. „Er hat eine Entscheidung getroffen, die niemand glauben konnte“, sagte der US-Präsident gegenüber Reportern im Weißen Haus, als er zugab, mit Infantino wegen Balogun gesprochen zu haben. Der brasilianische Fußballverband CBF nahm Claus hingegen demonstrativ in Schutz.Sonderapplaus für Balogun in SeattleZwei vollständige Nationalmannschafts-Kader aus Belgien und den USA laufen sich hier auf dem Spielfeld des prachtvollen Lumen Field in Seattle warm – und damit steht das Hauptthema dieses Nachmittags hier schon fest. US-Spieler Folarin Balogun nämlich sollte hier eigentlich keine Fußballschuhe anhaben, zumindest wenn es nach den Fußballregeln geht, die bis zum 5. Juli 2026 galten. Seit gestern aber ist nichts mehr sicher, auch nicht eine Sperre nach einer roten Karte, die vom Weltverband Fifa nach einem Anruf des US-Präsidenten Donald Trump zurückgenommen wurde. Der ist übrigens nicht nach Seattle gereist.Wohl aber ist Balogun dabei, steht in der Startformation der US-Amerikaner von Trainer Mauricio Pocchetino und hat hier unten nachweislich seine Fußballschuhe an. Ob das Ganze noch ein juristisches Nachspiel hat, ist die eine Frage. Das Vorspiel zu dieser Partie jedenfalls ist von viel trotzigem US-Patriotismus rund ums Stadion und in den sozialen Medien geprägt. Was unter anderem dazu führt, dass Balogun beim Verlesen der Aufstellung einen besonders lauten Jubel zu hören bekommt. Dann läuft John Denver’s „Country Roads“ – und in 20 Minuten beginnt ein WM-Achtelfinale unter einzigartigen Voraussetzungen.Mbappé wehrt sich gegen rassistische Beleidigung einer Senatorin aus ParaguayKylian Mbappé und der französische Fußballverband (FFF) haben sich vehement gegen üble rassistische Beleidigungen einer Senatorin aus Paraguay gewehrt. Auch eine Klage ist geplant. „Madame Celeste Amarilla, Sie sind eine verachtenswerte Frau und Ihrer Funktion nicht würdig. Sie vertreten nicht Paraguay, dieses Land, das während des gesamten Wettbewerbs Leidenschaft und Ehre verströmt hat“, schrieb Mbappé auf X.Celeste Amarilla habe „durch ihren unverhohlenen Rassismus (…) das schlechtest mögliche Bild ihres Landes abgegeben. Ich werde Menschen wie ihr niemals die Freiheit lassen, ihren Hass und ihren Rassismus in der ganzen Welt zu verbreiten“, so Mbappé weiter.Auch der Verband verurteilte das Verhalten von Amarilla aufs Schärfste. „Die rassistischen Äußerungen der paraguayischen Senatorin Celeste Amarilla gegen Kylian Mbappé sind völlig abscheulich und inakzeptabel“, erklärte die FFF. Die Verantwortlichen kündigten auch eine Anzeige bei der Staatsanwaltschaft an, „um strafrechtliche Schritte einzuleiten“.Das 1:0 der Franzosen gegen Deutschland-Bezwinger Paraguay im WM-Achtelfinale war von starken Emotionen begleitet gewesen. Amarilla, Mitglied der Authentischen Radikal-Liberalen Partei PLRA in Paraguay, leistete sich anschließend in den sozialen Medien bösartige Entgleisungen gegen Mbappé und sorgte damit bereits im Netz für Empörung. Unter anderem schrieb Amarilla, Mbappé sei ein „kolonialisierter Kameruner, der sich als Franzose ausgibt“, er sei ein „Trottel", der nicht mal schreiben gelernt habe: „Statt Muttermilch hat er Kokosnüsse ausgesaugt.“„Mit äußerster Ernsthaftigkeit“: Britischer Abgeordneter fordert Aufhebung der roten Karte gegen englischen SpielerDer Unterhaus-Abgeordnete Noah Law hat einen Brief an Fifa-Chef Gianni Infantino geschrieben, in dem er die Aussetzung einer Rot-Sperre gegen den englischen Nationalspieler Jarell Quansah bis nach der WM fordert. Zwar glaube er, Quansah habe die rote Karte im Spiel gegen Mexiko zu Recht bekommen. Unter Verweis auf den Fall des US-Spielers Folarin Balogun und dessen äußerst umstrittener Begnadigung müsse der Engländer aber ebenfalls im nächsten Spiel antreten dürfen, sagte der Labour-Parlamentarier des Wahlkreises St Austell and Newquay weiter. „Ich bin sicher, dass wir keine Situation rechtfertigen können, in der ein Spieler von einer zurückgestellten Suspendierung profitiert, und ein anderer, unter ähnlichen Umständen, nicht.“Noah LawIn einer Zeit, in der das multilaterale System und die rechtsbasierte internationale Ordnung bedroht seien, beschwöre er Infantino, die Angelegenheit mit äußerster Ernsthaftigkeit zu behandeln. Fifa erklärt Beschwerde Belgiens für unzulässigDie amerikanische Nationalmannschaft kann im WM-Achtelfinale gegen Belgien mit Stürmer Folarin Balogun auflaufen. Nachdem der Fußball-Weltverband überraschend die Rot-Sperre des Angreifers auf Bewährung ausgesetzt hatte, erklärte die Fifa nun eine Beschwerde des belgischen Verbands dagegen für unzulässig. Trotz scharfer Kritik ist der 25-Jährige damit für die Partie am Dienstag (2 Uhr MESZ, ARD und MagentaTV) in Seattle spielberechtigt.Der Antrag wurde mit der Begründung für unzulässig erklärt, dass der belgische Verband „nicht Verfahrenspartei sei und somit keine Beschwerdebefugnis gegen die Entscheidung besitze“, hieß es in der Entscheidung von der Fifa.Dies sorgte für große Entrüstung bei den von der Entscheidung unmittelbar betroffenen Belgiern. Am Montag zeigte sich der RBFA in einer Mitteilung „zutiefst besorgt über den Verlauf der Ereignisse“. Der Verband habe von der Fifa „nicht die geringste Erklärung“ für ihre Entscheidung erhalten und daher „keine andere Möglichkeit, als die Einsatzberechtigung des Spielers anzufechten“, sollte er auf dem Spielberichtsbogen auftauchen. Der Verband behielt sich weitere Schritte vor – also auch eine Anfechtung des Spielergebnisses, sollte Balogun zum Einsatz kommen.NewsdeskInfantino reagiert auf Kritik an Fifa-EntscheidungFifa-Chef Gianni Infantino hat sich verteidigt und Kritik zurückgewiesen, wonach die Intervention von US-Präsident Donald Trump einen Einfluss auf die Entscheidung zur Aufhebung der Rot-Sperre gegen US-Fußballer Balogun genommen haben soll. In dieser Angelegenheit habe er „tatsächlich einen Anruf von Präsident Donald Trump erhalten“, teilte der Schweizer am Montag in einer vom Weltverband verbreiteten Stellungnahme mit. Infantino betonte darin, dass die Fifa-Disziplinarkommission „unabhängig“ sei.Darauf habe er auch in dem Gespräch mit Trump hingewiesen. Er habe erläutert, „dass ein laufendes Rechtsverfahren vor den unabhängigen Justizorganen der Fifa anhängig sei und dass der Fall zu gegebener Zeit von den zuständigen Gremien entschieden werde“, sagte der Fifa-Präsident: „So funktioniert das System der Fifa, und dieses Prinzip werde ich immer verteidigen.“Die Entscheidung der Fifa, die Sperre von Balogun für das Achtelfinale gegen Belgien am Dienstag (2 Uhr MESZ,ARD und Magenta-TV) in eine Bewährungsstrafe umzuwandeln, hatte weltweit für einen Aufschrei gesorgt. Auch die Politik hat sich eingeschaltet.Die Unabhängigkeit der Justizorgane sei „für die Glaubwürdigkeit und Integrität des Fußballs unerlässlich, und dies muss stets respektiert werden“, sagte Infantino. Manchmal überraschten ihn die Entscheidungen der Fifa-Disziplinarkommission. „Manchmal stimme ich ihnen zu, und manchmal stimme ich ihnen nicht zu. Was ich jedoch immer tue, ist, diese Entscheidungen und die Autonomie der Gremien, die sie treffen, zu respektieren.“Trump bestätigt Intervention bei InfantinoUS-Präsident Donald Trump hat bestätigt, dass er Fifa-Präsident Gianni Infantino um die Überprüfung der roten ​Karte gegen den US-Stürmer Folarin Balogun gebeten hat. ⁠Er halte die Entscheidung des „schrecklichen“ Schiedsrichters nicht für gerechtfertigt, erklärte ​Trump am ​Montag vor Journalisten im ‌Oval Office.„Ich habe um eine Überprüfung gebeten, weil ich nicht dachte, dass es ein Foul war“, sagte Trump vor Reportern im Weißen Haus und fügte an: „Alles, was ich getan habe, war, um eine Überprüfung zu bitten. Ich habe nicht gesagt, ihr müsst das tun.“ Aus seiner Sicht sei es „noch nicht einmal ein Foul gewesen“, sagte Trump weiter. Schiedsrichter Raphael Claus aus Brasilien bezeichnete er als „ein bisschen suspekt, wenn man sich seine Vergangenheit anschaut“. Er habe eine Entscheidung getroffen, „die niemand glauben konnte.“ Balogun sei der beste Spieler der USA, „und er hat ihm die rote Karte gegeben. Ich wusste gar nicht, was das bedeutet.“Die ​Fifa hatte zuvor mitgeteilt, die wegen der roten Karte verhängte Sperre ‌gegen Balogun zur Bewährung auszusetzen. Damit ist der Torjäger ‌spielberechtigt für ‌die WM-Achtelfinalpartie der USA gegen ​Belgien am Montagabend. Trump hatte sich ​zuvor in seinem Online-Netzwerk Truth Social ‌bei der Fifa dafür bedankt, „dass sie das Richtige getan und eine große Ungerechtigkeit rückgängig gemacht hat“.NewsdeskBelgiens Verband fordert Aufklärung von der Fifa und kündigt weitere Schritte an Belgiens Fußballverband (RBFA) wird die Aufhebung der Sperre gegen den US-Amerikaner Folarin Balogun anfechten – und hat die Fifa gleichzeitig mit heftigen Vorwürfen konfrontiert. In einer Mitteilung zeigte sich der RBFA „zutiefst besorgt über den Verlauf der Ereignisse“. Der Verband habe von der Fifa „nicht die geringste Erklärung“ für ihre Entscheidung erhalten und daher „keine andere Möglichkeit, als die Einsatzberechtigung des Spielers für das nächste Spiel anzufechten“.Zunächst beklagte der Verband, aus Medienberichten von der Entscheidung erfahren zu haben. Aus einer Anfrage nach einer Kopie der Entscheidung habe die Fifa einen Einspruch „konstruiert“ und diesen „umgehend als unzulässig verworfen“, hieß es in dem Schreiben: „All dies geschah, während sich die Fifa gleichzeitig weigerte, auf die berechtigten Anfragen der RBFA zu reagieren.“Darüber hinaus sorgte die Spielsitzung für Ärger. In dieser bespricht die Fifa gemeinsam mit Vertretern beider Nationalverbände den Ablauf einer Partie. In diesem Fall strich der Weltverband „bewusst den Abschnitt über die automatische Spielersperre aus ihrer Präsentation“. Dabei war dieses Thema Bestandteil aller entsprechenden Sitzungen vor den vier vorangegangenen Spielen gewesen“, schrieb der RBFA. „Um es klar zu sagen: Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat die RBFA weder eine Entscheidung noch eine Erklärung der Fifa zu dieser Angelegenheit erhalten“, hieß es weiter. Deshalb werde der Verband das Urteil anfechten und unabhängig vom Spielausgang „auch in den kommenden Stunden, Tagen und Monaten für die grundlegenden Prinzipien der Ethik, des fairen Wettbewerbs und die Interessen des Fußballs als Ganzes eintreten.“Am Sonntag hatte die Fifa die Sperre für US-Stürmer Balogun aus dem WM-Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina (2:0) zur Bewährung ausgesetzt. Balogun ist damit im Achtelfinale spielberechtigt.Mehr ladenTickarooLive Blog Software