Ein Sicherheitsforscher des Chaos Computer Clubs (CCC) hat eine Lücke bei auch in Deutschland weitverbreiteten Balkonkraftwerk-Wechselrichtern des chinesischen Unternehmens Hoymiles entdeckt. Das berichtet die »Zeit« . Ihr hatte der CCC-Hacker mit dem Pseudonym Hunz die Schwachstelle demonstriert.
Die Relevanz des Problems skizziert die »Zeit« in einer Pressemitteilung so: »In Deutschland sind rund 1,4 Millionen sogenannte Balkonkraftwerke registriert, kleine Solaranlagen für den Hausgebrauch. Jedes benötigt einen sogenannten Wechselrichter, ein Gerät, das die Spannung umwandelt. Ein Großteil dieser Wechselrichter stammt von Hoymiles.«Laut den Erläuterungen des Sicherheitsforschers ermöglicht es die Lücke kundigen Personen, per Funk Photovoltaikanlagen mit Hoymiles-Wechselrichtern anzusprechen, die sich in der Nähe befinden. Die Geräte könnten dazu gebracht werden, relevante Informationen unverschlüsselt zu übertragen, heißt es im »Zeit«-Artikel: Wer diese Daten abfange, könne sich anschließend in die Geräte einloggen und sie fernzusteuern. Angreifer hätten so die Chance, Balkonkraftwerke an- oder abzuschalten und Anlagen gezielt zu überlasten.
Zu schlecht geschütztDem »Zeit«-Bericht zufolge nutzt Hoymiles bei seinen Wechselrichtern immer die letzten acht Stellen der jeweiligen Seriennummer als Passwort – diese Nummern sollten eigentlich nur dem Hersteller und dem Käufer der Geräte bekannt sein. Hacker Hunz aber habe im Kommunikationsprotokoll eine Lücke entdeckt, beschreibt es der Artikel: »Ein kurzer, per Funk an sie geschickter Befehl bringt die Anlagen dazu, ebendiese Seriennummer zurückzufunken, so als würden sie im Schlaf reden.« Die für den Angriff relevanten technischen Informationen seien offen verfügbar, und die dazu nötigen Geräte ließen sich für wenig Geld zusammenlöten.







