Wer als Landwirt oder Gärtner Insekten schützen will, kann sich jetzt eines Hilfsmittels bedienen, das Biologen der Technischen Universität Darmstadt entwickelt haben. Das Onlinetool namens Insektentaschenrechner zeigt, welchen Einfluss verschiedene Rasenmähtechniken auf die Kleinlebewesen im Grünen haben. Mit dem digitalen Werkzeug lässt sich anhand von zwölf Einflussfaktoren näherungsweise ausrechnen, wie viele Insekten, Spinnen und andere Gliederfüßer einen Quadratmeter des zu bearbeitenden Areals bevölkern. Auf dieser Grundlage gibt der Insektentaschenrechner dann Tipps, wie die Populationen geschont werden können.Einfluss auf die Artenvielfalt hat zudem die Wahl des Mähwerkzeugs: Mulcher dezimieren die Insekten demnach stärker als Balkenmäher. Auch Mahdfrequenz und Schnitthöhe wirken sich aus. Sinnvoll ist nach Ansicht der Forscher die Rotationsmahd, bei der immer nur ein Teil einer Fläche gemäht wird. So beherbergt eine vollständig gemähte, 100 Quadratmeter große Wiese noch rund 13.000 Insekten und Spinnen. Bleiben 30 Prozent unbearbeitet, steigt deren Zahl auf mehr als 17.000. Auf einer vollständig ungemähten Fläche sind rund 26.500 Gliederfüßer zu erwarten.