Tomaten-Rostmilben auf einem Tomatenblatt

Uli Deck / dpa

Das Problem ist nur 0,16 Millimeter groß und doch erheblich: Tomaten-Rostmilben sind selbst mit einer Lupe kaum zu erkennen, verbreiten sich rasant und sind eine Gefahr für ganze Bestände. Zudem ist ihr Vermehrungspotenzial enorm. Innerhalb von vier Wochen können bei guten Bedingungen aus 100 Rostmilben bis zu 50.000 werden.

Gerade im Bioanbau von Tomaten sind die Schädlinge ein Problem, weil effektive Schutzmaßnahmen bislang fehlen. Nun haben Fachleute einen neuen Ansatz, wie man die Art Aculops lycopersici bekämpfen kann: mit anderen Milben.

Raubmilben fressen Rostmilben. Doch sie mögen es meist feuchter, sagt Thomas Bächlin vom Landwirtschaftlichen Technologiezentrum (LTZ) Augustenberg in Karlsruhe. Zudem seien Raubmilben größer und hätten daher Probleme, durch die Härchen an Tomatenpflanzen zu kommen.