Alles klang vielversprechend. Ein Bekannter hatte Alexander Wolkers von der Praxis in Berlin erzählt. „Erfahrene Fachärzte“ führten dort die Haartransplantationen durch, las Wolkers auf der Praxiswebsite. Im Juni 2024 vereinbarte er einen Beratungstermin. „Ich erinnere mich an großzügige Praxisräume und eine angenehme Atmosphäre“, sagt er. Sein Gegenüber erklärte den Ablauf des Eingriffs, untersuchte den Kopf, machte Fotos. Er schien ein Arzt zu sein, erinnert sich Wolkers. Er fragte nicht nach.Wenige Tage später folgte der Kostenvoranschlag: 4700 Euro für „bis zu 3100 Haarfollikel“ zur Eigenhaartransplantation, abgerechnet nach der Gebührenordnung für Ärzte, Ziffer 744. Wolkers hielt das für ein vernünftiges Angebot. Also vereinbarte er einen Termin.Am 13. September 2024, zwei Tage nach der Transplantation, stellte Alexander Wolkers Anzeige bei der Polizei Berlin. Obwohl die Behandlung zufriedenstellend verlaufen war. Sein Vorwurf: Betrug. Was war geschehen?Alexander Wolkers ist 36 Jahre alt, als er sich für eine Haartransplantation entscheidet. Seinen echten Namen möchte er nicht in der Zeitung lesen, denn er schämt sich, auch dafür, dass ausgerechnet er, ein Jurist, auf diese Praxis reingefallen ist. Aber ihm ist wichtig, dass seine Geschichte erzählt wird.Bereits mit Ende 20 ging Wolkers Haarlinie zurück, die Geheimratsecken wuchsen, kahle Stellen am Oberkopf kamen hinzu. Er informierte sich über die Möglichkeit von Eigenhaartransplantationen.