Die Fifa argumentiert, dass Baloguns Rote Karte Bestand habe und auch die automatische Sperre von einer Partie, die eine solche Tatsachenentscheidung nach sich zieht. Die Entscheidung zur Roten Karte war demnach nicht falsch. Die Fifa habe aber das Recht, eine Strafe anzupassen und zur Bewährung auszusetzen.Darüber, warum sie diesen Schritt ging, gab es in der langen Stellungnahme nur einen Satz: »Die Aussetzung der Vollstreckung der genannten Sperre wurde unter Berücksichtigung aller besonderen Umstände des Vorfalls sowie der verfügbaren Beweismittel beschlossen.« Was die besonderen Umstände sind und auf welche Beweismittel sich die Fifa stützte, wurde nicht mitgeteilt.

Balogun hatte vergangenen Mittwoch beim 2:0 der USA im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina eine Rote Karte gesehen. In der Situation hatte der Videoschiedsrichter eingegriffen, zunächst gab es für die Aktion nur Freistoß. Nach Roten Karten ist ein Spieler automatisch für die folgende Partie gesperrt.Einen Tag vor dem Achtelfinale zwischen den USA und Belgien wurde dann völlig überraschend bekannt, dass die Fifa die Sperre für ein Jahr zur Bewährung aussetzt. Für harsche Kritik sorgte insbesondere, dass es zuvor ein Telefonat zwischen US-Präsident Donald Trump und Fifa-Präsident Gianni Infantino gegeben hatte (mehr dazu hier ). Trump bat eigenen Angaben zufolge um eine »Überprüfung« der Sperre.