In Rostock sind in den vergangenen zehn Jahren die Mieten stärker als in München und Berlin gestiegen. Angebotsmieten nahmen laut einer Erhebung des Deutschen Gewerkschaftsbunds (DGB) um 83 Prozent auf durchschnittlich elf Euro pro Quadratmeter zu. Nun will die Hanse- und Universitätsstadt den Wohnungsbau deutlich beschleunigen. Mit einem sogenannten „Bau-Turbo“ will Rostock neue Möglichkeiten des Baugesetzbuches nutzen, um Planungs- und Genehmigungsverfahren zu verkürzen. Ziel ist es, dringend benötigten Wohnraum schneller auf den Markt zu bringen und den angespannten Wohnungsmarkt zu entlasten.
Neue Regelung geht auf Antrag aus Bürgerschaft zurück
Die Rostocker Bürgerschaft hatte bereits Anfang März beschlossen, die neuen gesetzlichen Spielräume anzuwenden und die Voraussetzungen für ihre Umsetzung geschaffen. Vorausgegangen war ein Antrag von Vertretern des Stadtparlaments an die Verwaltung Ende 2025, darunter Rainer Bauer (FDP), Robert Kröger (Die Linke) und Thoralf Sens (SPD).
In Zukunft kann jetzt unter bestimmten Bedingungen von bestehenden Bebauungsplänen oder den üblichen Vorgaben zur Einfügung eines Bauvorhabens in die Umgebung abgewichen werden. Außerdem können aufwendige Planungsverfahren in geeigneten Fällen vereinfacht werden oder ganz entfallen.









