In unserem Liveblog informieren wir Sie über alle Entwicklungen in der zweiten Präsidentschaft von Donald Trump.US-Innenminister: Aufmarsch von Rechtsextremisten ist Ausdruck von MeinungsfreiheitDer Aufmarsch einer rechtsextremen Gruppe am 250. Unabhängigkeitstag der Vereinigten Staaten ist nach Ansicht der Regierung in Washington ein Ausdruck der Meinungsfreiheit in den USA. Innenminister Doug Burgum sagte am Sonntag im Sender CNN, die Gruppe stünde zwar für nichts, dem er irgendwie zustimmen könnte, aber eines der grundlegenden Prinzipien der USA, „das Demokratie so chaotisch macht“, sei die Freiheit, seine Meinung sagen zu dürfen.Burgum sagte weiter, die Vereinigten Staaten seien ein Land, in dem sich jemand als Kommunist zur Wahl aufstellen lassen könnte, obwohl „unsere Nation genau dagegen gekämpft hat“. Vieles aus der Geschichte könne wieder an die Oberfläche kommen, aber solche Vorfälle seien seiner Meinung nach die Ausnahme.Am Samstag waren nahe dem Kapitol in Washington hunderte maskierte Männer mit dem Logo der rechtsextremen Gruppe Patriot Front aufmarschiert. Sie riefen „Reclaim America!“ (Erobert Amerika zurück). Einige von ihnen schwenkten Konföderiertenflaggen – die Flagge der sklavenhaltenden Südstaaten im US-Bürgerkrieg (1861 bis 1865), die heute als rassistisches Symbol gilt.Die Männer trugen uniformartige Blauhemden und wurden offenbar von dem Gründer der neofaschistischen Gruppe Patriot Front, Thomas Rousseau, angeführt. Laut dem Extremismus-Programm der George-Washington-Universität ist die Gruppe von der Überlegenheit Weißer überzeugt. Offiziell unterhält sie keine Beziehungen zur Regierung von Präsident Donald Trump. Sie fühlt sich aber durch seine Amerika-zuerst-Politik (America First) ermutigt. Ben MenglerTrump kündigt kugel- und drohnensicheren Ballsaal an US-Präsident Donald Trump hat seine umstrittenen Pläne für einen neuen Ballsaal im Weißen Haus erneut verteidigt und dabei vor allem Sicherheitsaspekte hervorgehoben. Bei einer Veranstaltung im Weißen Haus sagte Trump, der Neubau werde „kugelsicher“, „drohnensicher“ und in vielen Fällen sogar „raketensicher“ sein. Geplant seien besonders widerstandsfähige Stahl- und Glasstrukturen sowie ein Landeplatz für Drohnen auf dem Dach.Trump bezeichnete den neuen Ballsaal als „großen Dienst“ für die nationale Sicherheit. Der Saal wird seit dem Herbst 2025 auf dem Gelände des ehemaligen Ostflügels des Weißen Hauses errichtet. Nach Angaben des Weißen Hauses soll der mehrere tausend Quadratmeter große Erweiterungsbau künftig deutlich größere Staatsbankette ermöglichen als das bisher genutzte Gebäude. Das Projekt ist wegen der Kosten, des Vergabeverfahrens und Eingriffen in das historische Ensemble des Weißen Hauses stark umstritten und war mehrfach Gegenstand von Gerichtsverfahren. Trump monierte, es werde heutzutage wegen jeder Kleinigkeit geklagt – wegen der Größe des Saals oder der Farbe der Decke. Besonders, wenn man Trump heiße, werde man verklagt. Ben MenglerSprecherin: Trump trifft bei NATO-Gipfel in Ankara Selenskyj und al-Scharaa US-Präsident Donald Trump will sich am Rande des NATO-Gipfels in Ankara mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj und dem syrischen Übergangspräsidenten Ahmed al-Scharaa treffen. Trump werde am Mittwochnachmittag bilaterale Gespräche mit Selenskyj und Scharaa führen, sagte die stellvertretende Sprecherin des Weißen Hauses, Anna Kelly, am Sonntag vor Journalisten.Bei dem Treffen mit Selenskyj soll es nach Angaben eines ranghohen US-Regierungsvertreters um Möglichkeiten für ein Ende des Kriegs in der Ukraine gehen. „Der Präsident trifft ihn natürlich, um darüber zu sprechen, wie wir den Krieg beenden können“, sagte der Regierungsvertreter. Im Anschluss an das Treffen mit Selenskyj werde sich Trump mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin austauschen. Der NATO-Gipfel findet am Dienstag und Mittwoch in Ankara statt.Ben MenglerUS-Beamter: Übernahme von Grönland derzeit „einzige Lösung“ Eine Übernahme Grönlands durch die Vereinigten Staaten ist aus Sicht der USA nach Angaben eines hochrangigen Beamten aktuell der einzige Weg, um den Sicherheitsrisiken rund um die zum Königreich Dänemark gehörende Eisinsel langfristig zu begegnen. „Wir sind nach wie vor der Ansicht, dass dies der beste Weg ist, den Verteidigungsbedarf der NATO in Bezug auf Grönland zu decken“, sagte er zu Journalisten vor dem NATO-Gipfel an diesem Dienstag und Mittwoch in der Türkei. Zugleich sagte er, auch weitere Optionen würden geprüft. Wie diese aussehen könnten, ließ er offen. Der hochrangige Regierungsbeamter verwies darauf, dass es „rege Marineaktivitäten“ in der Region rund um Grönland gebe und US-Präsident Donald Trump eine „dauerhafte“ Lösung anstrebe. „Bislang sehen wir als einzige Lösung den Erwerb Grönlands durch die Vereinigten Staaten“, sagte der Beamte weiter. Trump hatte Anfang des Jahres offen mit einer Übernahme der strategisch wichtigen Arktisinsel gedroht – und damit nicht nur den NATO-Partner Dänemark brüskiert, sondern auch Zweifel an der Geschlossenheit der größten Militärallianz der Welt und gegenseitigen Bündnistreue geweckt. Seine Begründung: Das zu Dänemark gehörende Territorium sei sonst nicht vor Russland und China sicher – und damit auch nicht die USA. Trumps Drohungen, zur Not auch militärische Mittel anzuwenden, nahm er letztlich zwar zurück – ebenso wie die Ankündigung von Strafzöllen gegen Deutschland und andere europäische Länder, falls diese einem Verkauf der Insel an die USA nicht zustimmen sollten. An seinen Ansprüchen auf die Insel hielt er aber fest. Die Regierungen Dänemarks und Grönlands lehnen eine Annexion durch die USA entschieden ab. Inzwischen haben sie Gespräche mit Trumps Regierung aufgenommen, mit dem Ziel einen Kompromiss zu finden. Mathias PeerTrump warnt vor Übernahme durch „Kommunisten“In seiner Rede zum 250-jährigen Bestehen der USA hat Präsident Donald Trump vor einer angeblich drohenden Übernahme des Landes durch „Kommunisten“ gewarnt. Das Land feiere am 4. Juli „den Triumph der Freiheit über die Tyrannei“, sagte Trump am Samstagabend in Washington. Die Amerikaner würden sich die Freiheit nicht nehmen lassen. „Wir wollen keine Kommunisten in unserem Land“, fügte er hinzu.Trump sprach vor tausenden jubelnden Anhängern, die, wie schon bei seinen Wahlkampfauftritten, „USA, USA“ skandierten. Trump hatte bereits am Vorabend in einer Rede am Nationaldenkmal Mount Rushmore vor einer angeblichen „kommunistischen Bedrohung“ in den USA gewarnt. Er spielte damit auf jüngste Wahlsiege linksgerichteter Demokraten-Politiker an.Die Rede des Präsidenten hatte sich durch ein Gewitter um gut eine Stunde verzögert. Die mit Zäunen abgesperrte Nationalpromenade (National Mall) im Zentrum der Hauptstadt musste deshalb zeitweise evakuiert werden. An die Rede sollte sich nach Trumps Worten das „größte Feuerwerk der Welt“ mit 850.000 Böllern anschließen.Vor Trumps Rede hatte der Sänger Lee Greenwood seinen Hit „Gold bless the USA“ zum Besten gegeben. Vor dem Gewitter hatte es eine Flugschau unter anderem mit Kampfjets gegeben, die abgekürzt werden musste.Mathias PeerFestmeile in Washington wegen Unwetterwarnung evakuiertWährend der Feierlichkeiten zum 250. Gründungstag der USA haben Tausende Besucher das Festgelände in der Hauptstadt Washington wegen einer Unwetterwarnung verlassen müssen. Die Veranstalter riefen die Gäste auf, in umliegenden Museen, Ministerien und anderen öffentlichen Gebäuden Unterschlupf zu suchen. Informationen dazu, wann und wie es weitergehe, würden schnellstmöglich mitgeteilt.Tausende Menschen zogen daraufhin durch die Straßen in der Nähe des Weißen Hauses und der National Mall. Die Teilnehmer – viele in den Landesfarben Rot, Blau und Weiß – saßen in überfüllten Cafés oder campierten mit ihren Klappstühlen direkt auf dem Bürgersteig. Nach extremer Hitze mit Temperaturen bis an die 40 Grad hatte es für den Abend eine Sturmwarnung gegeben.Bei der Veranstaltung an der National Mall sollte es neben Konzerten auch eine Rede von US-Präsident Donald Trump geben. Zudem war ein großes Feuerwerk erwartet worden. Trump postete kurz nach dem Evakuierungsaufruf auf Truth Social, er werde seine Rede halten, egal wann. Aktuell sei sie für 23.00 Uhr (5.00 Uhr deutscher Zeit) geplant.Hanna MasaUS-Unabhängigkeitstag: Mann klettert auf Pariser Eiffelturm und hisst US-FlaggeAm Unabhängigkeitstag der USA ist ein Mann auf den Eiffelturm geklettert und hat an dem Pariser Wahrzeichen eine US-Flagge aufgehängt. Der Mann sei am Samstagnachmittag dabei beobachtet worden, wie der zwischen der zweiten und dritten Etage den Turm erklomm und die Fahne dort befestigte, teilte die Polizei mit. Er wurde festgenommen. Einen Grund für die Aktion nannte er nach Polizeiangaben nicht.Während der Klettereinlage des Mannes wurden die zweite und dritte Etage des Eiffelturms vorübergehend evakuiert. Die US-Flagge wurde abgehängt. Hanna MasaBeyoncé bringt neuen Song zum Nationalfeiertag herausUS-Superstar Beyoncé hat ihren Fans pünktlich zum 250. Geburtstag der USA einen neuen Song geschenkt. Die 44-Jährige veröffentlichte „Morning Dew (Donk)“ überraschend im Internet. Den langsam-groovigen Song habe sie gemeinsam unter anderem mit dem Musiker Pharell Williams geschrieben und produziert, hieß es. Beyoncé gehört zu den erfolgreichsten Musikerinnen ihrer Generation. Zuletzt hatte sie 2024 das Album „Cowboy Carter“ veröffentlicht.Anstehen für die State FairDie meisten suchen Schatten, hier vor dem Luft- und Raumfahrtmuseum in Washington. Einige Entschlossene haben sich aber trotzdem in der Sonne in die lange Schlange vor der State Fair eingereiht, die auf einem Teil der National aufgebaut ist. Das ist im Prinzip ein Jahrmarkt, mit Riesenrad, Essen und Pavillons der einzelnen Bundesstaaten. Mindestens zehn Staaten haben allerdings nicht mitgemacht – vor allem demokratische. Sie haben das mit dem finanziellen Aufwand begründet. Es gab aber auch die Kritik, Trump habe die Feierlichkeiten zu einer politischen Bühne für sich gemacht. Rekordhitze zum NationalfeiertagZum 250-jährigen Jubiläum der Vereinigten Staaten ist es unerträglich heiß in Washington. Gerade sind es um 15 Uhr 38 Grad. Auf der National Mall, wo die Feierlichkeiten stattfinden, arbeiten sich die Besucher von Schattenfleck zu Schattenfleck vor, anders ist es nicht auszuhalten. Bis zu Donald Trumps Rede am Abend sind es noch etwa sieben Stunden. Dann sollen es immerhin nur noch dreißig Grad sein. Hanna MasaRechtsextreme US-Gruppierung marschiert durch WashingtonMitglieder der nationalistischen US-Gruppierung „Patriot Front“ sind am 250. Jahrestag der amerikanischen Unabhängigkeit durch die US-Hauptstadt Washington marschiert. Fotos und Videos in sozialen Medien zeigten Dutzende maskierte Menschen mit Fahnen vor dem Hauptbahnhof Union Station und im Viertel Capitol Hill. Laut „Washington Post“ marschierten Hunderte uniformierte Mitglieder der Gruppierung in Richtung des Kapitols.„Das Metropolitan Police Department verfolgt die heute Morgen im Viertel Eastern Market stattgefundenen Vorfälle, die unter das Recht auf freie Meinungsäußerung fielen“, teilte die örtliche Polizeibehörde auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Trotz des Rechts „jedes Einzelnen, seine Meinung friedlich zu äußern“, wollen sich die Beamten für die öffentliche Sicherheit der Einwohner und Besucher der Hauptstadt einsetzen. Die „Patriot Front“ (Patriotische Front) ist nach Angaben der Anti-Diskriminierung-Organisation (ADL) und des gemeinnützigen Southern Poverty Law Centers (SPLC) eine rechtsextreme und neonazistische Gruppierung. Sie entstand im August 2017 als Abspaltung der Organisation „Vanguard America“ nach rassistischen Ausschreitungen in Charlottesville im Bundesstaat Virginia. Ziel der Gruppierung ist die Errichtung eines weißen Ethnostaates. Die Organisation fällt demnach durch straff durchorganisierte, teils unangemeldete Aufmärsche auf.Selenskyj gratuliert TrumpDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den USA zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit gratuliert und einen historischen Vergleich gezogen. So wie die Amerikaner ihre Unabhängigkeit erkämpft und verteidigt hätten, so kämpfe nunmehr die Ukraine um ihre Unabhängigkeit, ihre Freiheit und um das Recht ihrer Bürger auf Glück. Amerika habe im vergangenen Jahrhundert geholfen, die Welt von Tyrannen zu befreien und habe Partnerschaften aufgebaut, die der Menschheit dauerhaften Frieden und die Möglichkeiten zu einer Entwicklung in Freiheit gebracht hätten.Jetzt, im 21. Jahrhundert, seien Amerikas Einfluss und Bedeutung „sicherlich nicht weniger“ geworden. Die Ukraine schätze die Unterstützung der USA, vor allem jetzt, in Russlands Krieg gegen die Ukraine. Mit amerikanischer Hilfe und Technologie könne Kiew die Angriffe Russlands abwehren. „Die Welt braucht diese Art der Führung, die den Schutz von Freiheit und Leben garantiert“, schrieb Selenskyj.„Mögen die Träume freier Menschen stets das Böse und den Hass derer besiegen, die die Freiheit zerstören wollen“, schloss Selenskyj. „Ich bin überzeugt: Wenn wir zusammenhalten, werden wir den Frieden ganz sicher erreichen!“ Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Liveticker USA unter Trump: Wie Donald Trump den neuen Ballsaal verteidigt | FAZ
Geplant sei auch ein Landeplatz für Drohnen auf dem Dach +++ US-Regierung wirft National Museum of American History ideologischen Aktivismus vor +++ Trump trifft sich in Ankara mit Selenskyj und al-Scharaa +++ alle Neuigkeiten im Liveblog






