Synchronssprecherinnen und -sprecher gehören zu der Berufssparte, in der seit einiger Zeit besonders stark darüber diskutiert wird, ob KI den eigenen Job bald obsolet macht – mittlerweile lassen sich Hollywoodstars die eigene Stimme rechtlich schützen, gleichzeitig besitzen Verträge, die freiberufliche Sprecher unterschreiben sollen, mitunter selbst KI-Klauseln .
Dass aktuell noch wenig zu befürchten ist, zeigte sich nun bei einer neuen deutschen KI-Synchronisierung des Films »Deadly Patient«, die abrufbar war bei Amazon Prime. Die Dialoge changierten zwischen Grammatikfehlern und einer ungelenken Künstlichkeit, die dem Psychodrama, das von einer Ärztin erzählt, die von einem Patienten gestalkt wird, eine unfreiwillige Komik verlieh.So entspann sich etwa folgendes Gespräch: »Liebe dich.« »Ich weiß.« »Geh weg.« Eine andere, oft auf TikTok zitierte Zeile lautete: »Ich sollte da gestorben haben.«
Nachdem in den vergangenen Tagen kommentierte Bits aus dem Film viral gegangen waren, in denen sich unter anderem auch Synchronsprecherinnen und -sprecher mokierten, nahm Amazon den Film mit der deutschen KI-Tonspur am Montag wieder von der Plattform. Wie der Branchendienst »DWDL« unter Berufung auf Amazon berichtet, dürfte der Film wohl über »Prime Video Direct« auf die Plattform gelangt sein; über diesen Weg können auch andere Anbieter Produktionen bei Prime veröffentlichen.







