Im Jahr 2024 entdeckte ein Team von Wissenschaftler:innen mit dem Canada-France-Hawaii Telescope auf dem Berg Mauna Kea im US-Bundesstaat Hawaii den Exoplaneten GJ 3378b in rund 25 Lichtjahren Entfernung. Damals gingen die Astronom:innen von einer Masse aus, die fünfmal so hoch wie die unserer Erde war, was auf einen lebensfeindlichen Gasplaneten hindeutete. Dieses Gewicht ließ vermuten, dass der Himmelskörper eine dichte Gashülle besitzt, deren gewaltiger Druck biologisches Leben auf einer potenziell vorhandenen Oberfläche unmöglich machen würde.Anzeige
Wie in einer im The Astrophysical Journal veröffentlichten Studie zu lesen ist, haben der Astronom Paul Robertson von der University of California und sein Team diese Daten nun massiv korrigiert. Die Masse des Planeten liegt demnach nur bei 2,3 Erdmassen, womit es sich um eine felsige Super-Erde in der habitablen Zone eines zentralen Roten Zwergs handelt. Damit rückt das System in den engen Kreis der aussichtsreichsten Kandidaten für die Suche nach außerirdischem Leben in der galaktischen Nachbarschaft auf.
Präzisere Infrarot-Sensoren bringen Klarheit
Der Durchbruch gelang durch den Einsatz des sogenannten Habitable-zone Planet Finder, einem hochpräzisen Infrarotspektrometer am Hobby-Eberly-Teleskop des McDonald Observatory im US-Bundesstaat Texas. Ergänzt wurden die Infrarot-Messungen durch Daten des NEID-Spektrometers am WIYN-Teleskop des Kitt Peak National Observatory im US-Bundesstaat Arizona. Diese neuen optischen Instrumente messen die radiale Geschwindigkeit von Sternen mit beispielloser Exaktheit und decken kleinste Schwankungen im Bereich von nur einem Meter pro Sekunde auf.Anzeige










