Stand: 06.07.2026 • 15:51 Uhr

Im Fall der ausgesetzten Sperre gegen US-Stürmer Folarin Balogun hat Belgiens Verband Vorwürfe gegen die FIFA erhoben. Die UEFA sieht "eine rote Linie überschritten", auch aus Deutschland kommt Kritik - denn der Fall kann Folgen haben.

Der belgische Verband RBFA teilte mit, dass eine Anfrage an den Weltverband zur Aufklärung dazu geführt habe, dass die FIFA aus der Korrespondenz einen Einspruch "konstruiert" habe. Diesen Einspruch habe sie umgehend als unzulässig verworfen. "Bis zum jetzigen Zeitpunkt hat die RBFA von der FIFA weder eine Entscheidung noch eine Erklärung in dieser Angelegenheit erhalten. Sie sieht daher keine andere Möglichkeit, als die Einsatzberechtigung des Spielers für das kommende Spiel anzufechten", schrieb die RBFA. Der belgische Verband teilte mit, er sei "zutiefst besorgt über den Verlauf der Ereignisse". Darüber hinaus habe die FIFA während der Vorbesprechung des Spiels den Teil zur automatischen Spielersperre aus ihrer Präsentation entfernt, so die RBFA.

Die FIFA ist für eine Stellungnahme zu den Vorwürfen angefragt.

Zuvor hatte sich die UEFA zu Wort gemeldet. "Der Fußball ist - wie jede andere Sportart auch - auf Regeln angewiesen, die die Grundlage für einen fairen, ehrlichen und transparenten Wettbewerb bilden", schrieb die UEFA. "Manchmal lassen Regeln Spielraum für Interpretationen. In diesem Fall jedoch nicht. Eine automatische Mindestsperre von einem Spiel nach einer Roten Karte ist keine Ermessensentscheidung." Es handele sich um einen fest im Reglement verankerten Grundsatz, betonte die UEFA. Davon dürfe es keine Ausnahmen geben, "erst recht nicht mitten in einem Turnier, in dem sich bereits mehrere andere Spieler in derselben Situation befanden und ihre Sperre regulär verbüßt ​​haben".