PfadnavigationHomePolitikDeutschlandErfurtLinke verurteilt Attacken auf Journalisten bei Anti-AfD-ProtestVeröffentlicht am 06.07.2026Lesedauer: 2 MinutenAm Rande des AfD-Bundesparteitags wurden mehrere Reporter des Online-Portals „Apollo News“ von Demonstranten angegriffen. „Die Kollegen haben einfach nur ihren Job gemacht als Journalisten“, sagt „Apollo News“-Chefredakteur Max Mannhart.Mehr als 30.000 Menschen protestierten in Erfurt gegen den AfD-Parteitag. Am Rande der Demonstrationen wurden auch Journalisten angegriffen. Nun äußert sich die Linke zu den Vorfällen.Linken-Chef Luigi Pantisano hat Attacken auf Journalisten bei Protesten am Rande des AfD-Parteitags in Erfurt verurteilt. Grundsätzlich sei er froh über alle, die am Wochenende in Erfurt auf der Straße gewesen seien und friedlich gegen den Parteitag einer „demokratiefeindlichen Partei“ protestiert hätten, sagte Pantisano in Berlin. „Dennoch muss ich klarmachen, dass wir als Partei auch deutlich feststellen, dass Angriffe auf Journalisten selbstverständlich zu verurteilen sind.“Bei den Protesten war es am Samstag zu Angriffen auf Journalisten gekommen, die Thüringer Polizei ermittelt. Nach Angaben von Polizeipräsident Thomas Quittenbaum wurden drei Vertreter des Portals „Apollo News“ körperlich angegriffen. Die Polizei leistete ihnen Hilfe. Einem Vertreter der „Jungen Freiheit“ sei sein Handy geraubt worden.„Apollo News“ hatte zuvor berichtet, eines seiner Reporterteams sei von Demonstranten attackiert worden. Der Chefredakteur schrieb auf der Plattform X, einem seiner Mitarbeiter sei gegen den Hinterkopf getreten worden. Die Linke hatte selbst zu friedlichen Protesten und Blockaden in Erfurt aufgerufen.Lesen Sie auchEntgegen einiger Befürchtungen durch Aufrufe im Internet verliefen die Demonstrationen, Kundgebungen und Sitzblockaden nach Einschätzung von Polizei und Innenministerium weitgehend friedlich. „Thüringen und seine Landeshauptstadt haben damit ein starkes Bild abgegeben“, sagte Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU). Das Wochenende habe gezeigt, dass Thüringen ein weltoffenes Land mit einer lebendigen Zivilgesellschaft und einer starken Demokratie ist.„Unsere Demokratie lebt davon, dass die Versammlungsfreiheit für alle gilt – und zugleich davon, dass Bürgerinnen und Bürger friedlich für ihre Überzeugungen eintreten“, erklärte der CDU-Politiker. Lesen Sie auchInsgesamt hätten sich laut Polizei mehr als 31.000 Menschen an Kundgebungen, Demonstrationen und Sitzblockaden beteiligt. Die Organisatoren sprachen von 50.000. dpa/jm