Eine geplante europaweite Gesellschaftsform für Startups stößt laut einer Bitkom-Umfrage auf breite Zustimmung. 62 Prozent der befragten Tech-Startups in Deutschland würden ihr nächstes Unternehmen als „EU Inc.“ gründen, falls die neue Rechtsform eingeführt wird. Nur 10 Prozent lehnen das ab, 28 Prozent machten keine Angabe. Die Pläne werden derzeit auf EU-Ebene beraten, die Trilog-Verhandlungen sollen nach Angaben des Digitalverbands in Kürze beginnen.
Die sogenannte EU Inc. – auch als „28th Regime“ diskutiert – soll eine einheitliche europäische Rechtsform schaffen, die Gründungen und grenzüberschreitendes Wachstum vereinfacht. Gründer müssten ihr Unternehmen dann nicht mehr an unterschiedliche nationale Gesellschaftsrechte anpassen, wenn sie in mehreren EU-Staaten tätig werden wollen.
Expansion wichtiger als günstige Gründung
Aus Sicht der befragten Startups steht nicht der Preis einer Gründung im Vordergrund. Am häufigsten nannten sie die Möglichkeit, ohne lokale Tochtergesellschaften in andere EU-Länder expandieren zu können. Das halten 94 Prozent für sehr oder eher wichtig.
Ebenfalls hohe Zustimmung erhalten ein vollständig digitaler Gründungsprozess über einen zentralen One-Stop-Shop für Behörden (91 Prozent) sowie die digitale Übertragung von Gesellschaftsanteilen ohne notarielle Mitwirkung (82 Prozent). 78 Prozent wünschen sich zudem die freie Wahl des Gesellschaftssitzes innerhalb der EU.














