Aus den offenkundigen Lücken in der eigenen Flugabwehr macht auch die ukrainische Luftwaffe kein Geheimnis. Russland habe mit 351 Drohnen und 68 weiteren Flugkörpern angegriffen, hieß es. Von den 29 russischen ballistischen Raketen sei keine einzige abgefangen worden.Selenskyj fordert Patriot-Nachschub»Um Raketen abzufangen, brauchen wir die entsprechenden Mittel«, sagte Luftwaffensprecher Yurii Ihnat im nationalen Fernsehen. »Die Russen machen sich zweifellos die Tatsache zunutze, dass es derzeit in der Ukraine und weltweit einen gravierenden Mangel an Abfangraketen gibt«, so der Sprecher.

Auch Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb auf X von einer »unzureichenden Versorgung mit Abfangraketen«. Es sei von entscheidender Bedeutung, dass es bei dem bevorstehenden Nato-Gipfel in Ankara starke Beschlüsse gebe, die »unsere Luftverteidigung unterstützen und damit den Schutz des Lebens einfacher Menschen.«Explizit erwähnte Selenskyj die Unterstützung mit Patriot-Abwehrraketen. Solange sich diese in den Lagern der Verbündeten befänden, werde Russland zu weiteren Angriffen ermutigt. Das bodengestützte, US-amerikanische Patriot-System gilt als äußerst zuverlässig bei der Flugabwehr, die Stückkosten einzelner Abwehrraketen sind jedoch extrem hoch. Zudem gibt es Lieferengpässe.