Hunderte Feuerwehrleute haben am Montag in Südfrankreich weiter gegen einen Wandbrand in den Pyrenäen angekämpft. Seit Samstag vernichteten die Flammen rund 4600 Hektar Vegetation, wie die Präfektur des Départements Pyrénées-Orientales an der Grenze zu Spanien mitteilte. Durch das Feuer, das sich in einem trockenen und schwer zugänglichen Gebirgsgebiet ausbreitete, wurden demnach bereits fünf Menschen verletzt, darunter zwei Feuerwehrleute. Rund 10.000 Bewohner kleiner Dörfer im Brandgebiet wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen.Der ausufernde Brand führte auch zu einer Anpassung der dritten Etappe der Tour de France, die am Montag durch die betroffene Region führt und nun ohne Zuschauer und Werbekarawane unterwegs sein wird. „Der Waldbrand von außergewöhnlichem Ausmaß, der derzeit in den Pyrénées-Orientales wütet, erfordert einen massiven Einsatz der Mittel zur Waldbrandbekämpfung unserer Feuerwehr, aber auch der inneren Sicherheitskräfte und aller staatlichen Stellen“, sagte Präfekt Regnault de la Mothe. „Die absolute und ganz klare Priorität ist natürlich der Schutz der Bevölkerung, des Eigentums und der Naturräume sowie die Eindämmung des Brandes.“ Ein Löschflugzeug wirft in Ille-sur-Tet bei Perpignan Wasser ab. © REUTERS/ALEXANDRE DIMOU „Mein wichtigstes Ziel heute ist, die Menschen zu unterstützen, die evakuiert wurden“, sagte der Präfek am Montagmorgen. Daher solle „kein einziger Feuerwehrmann“ zur Absicherung der Tour de France eingesetzt werden. Für die Feuerwehr habe der „erbitterte Kampf“ gegen die Flammen Priorität, um eine weitere Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Hohe Waldbrandgefahr in Dutzenden Departements Auch in anderen Regionen im Süden Frankreichs kämpft die Feuerwehr gegen Waldbrände. Wegen einer neuen Hitzewelle gilt in 16 Départements die zweithöchste Alarmstufe Orange, erwartet werden Temperaturen von bis zu 40 Grad.Auch wenn die meisten Waldbrände nach Angaben der Feuerwehr durch Menschen ausgelöst werden, begünstigen die auf den Klimawandel zurückzuführenden häufigeren Hitzewellen und die damit verbundene Trockenheit den Brandverlauf. (AFP/dpa)