Der Studie zufolge, an der auch das Institut der deutschen Wirtschaft und die Universität St. Gallen beteiligt waren, wissen Betriebe, was sie an der Demokratie haben: »Die große Mehrheit der Unternehmen betrachtet Demokratie als zentrale Grundlage erfolgreichen Wirtschaftens.« Klare Standortvorteile in Deutschland seien etwa Rechtsstaatlichkeit, Planungssicherheit, unternehmerische Freiheit, Schutz vor Willkür und offene Diskurse.
Polarisierung belastet Klima in BetriebenGesellschaftliche Risse machen sich den Angaben zufolge allerdings mehr und mehr auch in den Betrieben bemerkbar. Rund 30 Prozent der befragten Unternehmen gaben an, dass die gesellschaftliche Polarisierung das Betriebsklima belaste. Auch reflektierten Unternehmen zunehmend, »ob politisches Engagement unter veränderten geopolitischen oder innenpolitischen Bedingungen riskanter wird«.
Rund 60 Prozent der Unternehmen gaben an, dass sie sich auch selbst in der Verantwortung sähen, für die Demokratie einzustehen. Konkretes demokratisches Engagement bleibt dann aber meist nach innen gerichtet: »Besonders häufig sind demokratische Werte im Leitbild, Engagement über Verbände oder interne Kommunikation«, erklärte die Bertelsmann Stiftung. »Öffentliche Positionierungen sind deutlich seltener und vor allem bei kleineren Unternehmen umstritten.«







