Viele Angaben über den Kriegsverlauf wie Opferzahlen oder Details zu Kämpfen stammen von ukrainischen oder russischen Behörden und lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Für unseren Liveblog verwenden wir neben eigenen Recherchen Material der Nachrichtenagenturen dpa, Reuters, epd, KNA und Bloomberg.Wichtige UpdatesSelenskyj fürchtet massive russische Attacke vor Nato-GipfelTrump bietet nach Gesprächen mit Putin und Selenskij Vermittlung im Ukraine-Krieg an Ukraine attackiert russische Ölanlagen bei Sankt PetersburgMutmaßliche Unterstützung Russlands: Auswärtiges Amt bittet Chinas Botschafter zu dringlichem Gespräch Ukraine soll bei Nato-Gipfel Milliardenversprechen erhaltenUlrike PutzRussland fliegt neue Luftangriffe auf UkraineDie vorab befürchtete Welle schwerer Luftangriffe Russlands auf ukrainische Städte hat sich in der Nacht bestätigt. Kurz nach Mitternacht waren in der Hauptstadt Kiew laut Behördenangaben und Medienberichten Alarmsirenen und heftige Explosionen zu hören. Demnach wurde fast in allen Landesregionen Luftalarm ausgelöst. In Kiew sollen mehrere Gebäude beschädigt worden sein, genaue Angaben zu Einschlägen und möglichen Opfern gab es zunächst aber nicht.Angeblich setzten die Angreifer neben zahlreichen Drohnen auch Dutzende Marschflugkörper und Raketen ein. Marschflugkörper können besser manövriert und wegen ihrer geringen Flughöhe nicht so leicht vom Radar der Luftabwehr erfasst werden, dafür sind ballistische Raketen aufgrund ihrer hohen Geschwindigkeit schwieriger abzuwehren. Während die ukrainische Flugabwehr eine relativ hohe Trefferquote gegen russische Drohnen und Marschflugkörper hat, ist sie gegen ballistische Raketen weitgehend machtlos.Ulrike PutzSelenskyj fürchtet massive russische Attacke vor Nato-GipfelDer ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj befürchtet eigenen Angaben zufolge massive russische Angriffe noch vor dem Nato-Gipfel Mitte der Woche in Ankara. In einem Facebook-Posting berief er sich dabei auf Informationen des ukrainischen Geheimdienstes. „Das entspricht ganz (Kremlchef Wladimir) Putins Art – unmittelbar nach dem amerikanischen Unabhängigkeitstag und vor dem Nato-Gipfel in Ankara“, sagte er. Russland wolle schlicht „noch mehr Unheil anrichten und Menschen töten“. Die Vertreter der Nato kommen am Dienstag und Mittwoch in der türkischen Hauptstadt zusammen.Zudem appellierte Selenskyj an die Partner der Ukraine, die Flugabwehr seines Landes zu unterstützen. „Jede Verzögerung bei der Lieferung von Raketen für unsere Flugabwehr und für die Patriot-Systeme kostet Menschenleben und ermutigt Russland, den Krieg fortzusetzen“, sagte er. Die Welt verfüge durchaus über die notwendige Menge und Qualität an Flugabwehrsystemen. Nötig sei aber, diese der Ukraine auch zur Verfügung zu stellen. „Und das sind natürlich in erster Linie die Entscheidungen der USA, die Entscheidungen der Mächtigen in Europa und in der Welt.“Trump trifft Selenskij am Mittwoch in Ankara Im zähen Ringen um ein Ende des russischen Angriffskriegs trifft sich US-Präsident Donald Trump am Rande des Nato-Gipfels mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij. Die Begegnung finde am Mittwochnachmittag statt, teilte eine Regierungssprecherin mit. Der zweitägige Gipfel beginnt am Dienstag in der türkischen Hauptstadt Ankara. Keine der beiden Kriegsparteien mache nennenswerte militärische Fortschritte, betonte ein hochrangiger US-Beamter vor Journalisten. Gleichzeitig entstünden enorme Kosten, und es gebe Angriffe beider Seiten weit ins jeweils andere Land. „Der Präsident verspürt daher ein echtes Gefühl der Dringlichkeit, zu versuchen, das zu einem Ende zu bringen.“ Man sei zuversichtlich, Fortschritte erzielen zu können, wenn Trump und Selenskij zusammenkommen – und er sei sich sicher, dass sich Trump auch mit Russlands Präsident Wladimir Putin in Verbindung setzen werde.Trump bietet nach Gesprächen mit Putin und Selenskij Vermittlung im Ukraine-Krieg an US-Präsident Donald Trump hat nach Gesprächen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodimir Selenskij Hilfe bei der Beendigung des Ukraine-Kriegs angeboten. In einem fast 90-minütigen Telefonat mit Putin habe Trump seine Bereitschaft bekräftigt, sich für ein schnelles Ende der Kämpfe einzusetzen, teilte der Kreml-Berater Juri Uschakow am Sonntag mit. Trump habe das Angebot im Zusammenhang mit seiner Teilnahme am Nato-Gipfel in der Türkei in der kommenden Woche gemacht.Selenskij erklärte seinerseits am Samstag, er habe am US-Unabhängigkeitstag am 4. Juli ein „sehr gutes Gespräch“ mit Trump geführt und an die „amerikanische Entschlossenheit“ appelliert, den Krieg zu beenden. „Es gibt eine echte Aussicht, diesen Krieg zu beenden, und die amerikanische Entschlossenheit wird entscheidend sein“, sagte er. Beide hätten vereinbart, ihre Gespräche beim Nato-Gipfel fortzusetzen. Als Geste wurde das 62 Meter hohe Mutterland-Denkmal in Kiew nachts in den Farben der US-Flagge angestrahlt.Selenskij spricht mit Merz über FlugabwehrZwei Tage nach einem russischen Raketenangriff auf Kiew mit 30 Toten hat Präsident Wolodimir Selenskij mit Bundeskanzler Friedrich Merz über den Bedarf der ukrainischen Flugabwehr gesprochen. „Oberste Priorität haben derzeit Raketen für die Patriot-Systeme“, schrieb Selenskij nach dem Telefonat in sozialen Netzwerken.Es sei bei dem Telefonat darum gegangen, wie mehr Munition für die Patriot-Flugabwehrsysteme beschafft werden könne. „Russland spielt mit den Raketenangriffen auf die Ukraine seine letzte Karte aus. Es hat keine anderen Optionen mehr, um den Krieg in die Länge zu ziehen“, erklärte Selenskij.Während die ukrainische Flugabwehr eine relativ hohe Trefferquote gegen russische Drohnen und Marschflugkörper hat, ist sie gegen ballistische Raketen weitgehend machtlos. Beste Abwehrwaffe sind die Patriot-Systeme aus US-Produktion, von denen die Ukraine aber nur wenige hat. Die Vorräte an Munition dafür haben sich durch den US-Krieg gegen Iran weiter verknappt. Deutschland hat Kiew Patriot-Einheiten abgetreten und hilft bei der Beschaffung von Raketen dafür.Von deutscher Seite hieß es zu dem Gespräch nur knapp, dass Selenskij Merz über die Folgen des Luftangriffs vom Donnerstag informiert habe. Er habe dem Bundeskanzler für die deutsche Unterstützung gedankt, besonders bei der Luftverteidigung. Merz habe bekräftigt, dass die Ukraine sich auf die Unterstützung Deutschlands verlassen könne, sagte ein Sprecher.Ukraine attackiert russische Ölanlagen bei Sankt PetersburgDie Ukraine hat erneut russische Ölanlagen an der Ostsee bei Sankt Petersburg mit Drohnen angegriffen. Der Gouverneur des Umlands der Metropole, Alexander Drosdenko, berichtete, dass 67 feindliche Drohnen abgeschossen worden seien. Dafür gab es keine unabhängige Bestätigung, es deutet aber auf einen größeren Angriff hin, meldet die Nachrichtenagentur dpa.Im Hafen von Wyssozk am Finnischen Meerbusen seien Teile von Drohnen abgestürzt, sagte Drosdenko der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. In Wyssozk gibt es ein großes Terminal zur Ölverladung.Zudem scheint auch der Ölhafen von Sankt Petersburg selbst getroffen worden zu sein, wie Videos in russischen wie ukrainischen Telegramkanälen nahelegen. Von der Führung der Millionenstadt gab es dazu keine Angaben.Das russische Verteidigungsministerium bestätigte nur Angriffe auf das Umland von Sankt Petersburg, aber nicht auf das Stadtgebiet. Landesweit seien über Nacht 389 ukrainische Kampfdrohnen abgefangen worden, hieß es.Zuletzt hatte die Ukraine Anfang Juni Tanks im Ölhafen von Sankt Petersburg in Brand geschossen, als dort das Internationale Wirtschaftsforum von Kremlchef Wladimir Putin beginnen sollte. Die Stadt liegt mehr als 1000 Kilometer von der Ukraine entfernt.Luzia GeierUkraine: Mindestens zehn Tote bei russischen Angriffen auf Sumy und den SüdenBei dem russischen Angriff mit einer Gleitbombe auf das Zentrum der nordukrainischen Stadt Sumy sind am Freitagabend nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien ein fünfjähriges Kind und dessen Mutter, teilte der regionale Gouverneur Oleh Hryhorow auf Telegram mit. Zudem seien 27 Menschen verletzt worden. Die Bombe sei in einem belebten Viertel mit einem Hochhaus und Geschäften eingeschlagen. Präsident Wolodimir Selenskij veröffentlichte Bilder der Zerstörung und forderte die Verbündeten der Ukraine auf, den Druck auf Russland zu erhöhen.Im Südosten der Ukraine starben bei mehr als 50 Angriffen mit Drohnen, Artillerie und Bomben drei Menschen in der Region Dnipropetrowsk, darunter zwei in der Nähe von Nikopol. Die Stadt liegt am Fluss Dnipro, gegenüber dem von Russland besetzten Atomkraftwerk Saporischschja. In der Stadt Saporischschja selbst kamen nach Angaben des dortigen Gouverneurs Iwan Fedorow bei weiteren Angriffen zwei Menschen ums Leben, 21 wurden verletzt.Russland spricht über Eroberung von Kostjantyniwka, Ukraine lediglich von schweren Kämpfen rund um die StadtKremlchef Wladimir Putin hat nach offizieller russischer Darstellung die Eroberung der ostukrainischen Stadt Kostjantyniwka im Gebiet Donezk durch seine Truppen gefeiert. Die Industriestadt sei unter hohen Verlusten für die ukrainischen Verteidiger erobert worden, wurde Putin von seinem Sprecher Dmitrij Peskow zitiert.Von ukrainischer Seite gab es zu den Siegesmeldungen aus Moskau keinen Kommentar. Zuletzt hatten ukrainische Militärs eine schwierige Lage in der bereits schwer zerstörten Stadt eingeräumt. Der ukrainische Generalstab in Kiew sprach am Abend in seinem Lagebericht lediglich von schweren Kämpfen rund um Kostjantyniwka.Putin käme nun seinem Ziel näher, den Donbass komplett unter russische Verwaltung zu bringen, behauptete Moskau. Von den größeren Städten im Gebiet Donezk blieben dann nur noch Slowjansk, Kramatorsk und Druschkiwka unter ukrainischer Kontrolle. Ukraine meldet Zerstörung von Brücke auf russisch besetzter Krim - Stromausfälle berichtetDie ukrainischen Streitkräfte haben auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim eine Reihe von Zielen angegriffen und nach eigenen Angaben schwer getroffen. Wichtigstes Ziel sei eine Brücke im Gebiet Krasnogwardejsk im Zentrum der Krim gewesen, die nach Angaben des Generalstabs in Kiew vollständig zerstört worden ist. Damit sei die Versorgung der Fronten im Osten der Ukraine mit Nachschub deutlich erschwert worden.Daneben seien Radaranlagen sowie eine Anlage zur elektronischen Aufklärung bei Sewastopol von Drohnen angegriffen worden. Eine Bestätigung von unabhängiger Seite war zunächst nicht möglich. Auch Energieinfrastruktur wurde offenbar attackiert. „Derzeit sind mehr als zehn Bezirke ganz oder teilweise ohne Strom“, wurde der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow von der Agentur Tass zitiert. „Der Feind greift das Stromnetz der Halbinsel täglich mit Drohnen an.“ Die Lage sei schwierig. Er machte keine Angaben darüber, wie viele Menschen von den Stromabschaltungen betroffen seien.Bisher haben die russischen Streitkräfte mit Attacken immer wieder für massive Stromausfälle in der Ukraine gesorgt. Vor allem im Winter wurde die Zivilbevölkerung damit schwer unter Druck gesetzt. Aktuell richten sich ukrainische Angriffe vermehrt gegen militärische Ziele auf der Krim. Allerdings gerät auch die Energie-Infrastruktur ins Visier ukrainischer Drohnen. Mutmaßliche Unterstützung Russlands: Auswärtiges Amt bittet Chinas Botschafter zu dringlichem Gespräch Der chinesische Botschafter Deng Hongbo ist zu einem „dringlichen Gespräch“ ins Auswärtige Amt gebeten worden. Anlass für die diplomatische Maßnahme am Donnerstag seien Berichte gewesen, dass russische Soldaten in China durch die Volksbefreiungsarmee ausgebildet würden. „Das ist sehr besorgniserregend, denn grundsätzlich gilt das, was wir schon häufig klar gesagt haben: Russland ist die größte Bedrohung unserer euro-atlantischen Sicherheit“, hieß es aus dem Außenministerium.Alles, was Russland in die Lage versetze, seinen Angriffskrieg gegen die Ukraine weiterzuführen, sei auch eine Bedrohung für Deutschland. „Chinas entscheidende und wachsende Unterstützung für Russlands brutalen Angriffskrieg betrifft daher direkt unsere Sicherheit“, hieß es. Man habe der chinesischen Seite erneut sehr deutlich gemacht, wie groß die Sorge sei, dass China Russland dabei unterstütze. Die Bitte um ein „dringliches Gespräch“ ist nicht identisch mit der „Einbestellung“ eines Botschafters, die eine deutlich schärfere diplomatische Eskalationsstufe bedeutet.Die Bundesregierung und die EU werfen China seit Jahren vor, Russland im Angriffskrieg gegen die Ukraine zu unterstützen. Die Regierung in Peking hat dies stets zurückgewiesen. Etliche chinesische Firmen, denen die Lieferung kriegsrelevanter Teile nach Russland nachgewiesen wurde, stehen auf westlichen Sanktionslisten. Auch im 20. EU-Sanktionspaket wurden erneut chinesische Personen und Unternehmen sanktioniert, die Russland aus Sicht der EU im Angriffskrieg unterstützen. Insgesamt sind bereits mehr als 100 Personen und Unternehmen aus China im Rahmen der EU-Russland-Sanktionen gelistet. Tote bei Drohnenangriff auf besetzte Stadt In der von russischen Truppen besetzten Stadt Tokmak im Südosten der Ukraine sind bei einem ukrainischen Drohnenangriff nach Behördenangaben mindestens fünf Menschen getötet worden. Weitere 18 seien verletzt worden, teilte der von Moskau eingesetzte Chef des Gebietes Saporischschja, Jewgeni Balizki, bei Telegram mit. Die Attacke galt demnach einem Infrastrukturobjekt. Getroffen worden sei ein städtischer Markt, schrieb er. Diese Informationen können nicht unabhängig überprüft werden.Das ukrainische Militär greift seit mehreren Wochen systematisch russische Nachschubrouten hinter der Front an. Ukrainische Behördenvertreter hatten daher als Vorsichtsmaßnahme Zivilisten zur Flucht aus den russisch kontrollierten Gebieten aufgefordert. Tokmak liegt rund 25 Kilometer von der Frontlinie entfernt.Ukraine attackiert zwei russische Luftwaffenstützpunkte auf der KrimDie Ukraine hat nach eigenen Angaben zwei russische Luftwaffenstützpunkte auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim angegriffen. Ziel seien mindestens sieben Kampfflugzeuge sowie Drohnendepots gewesen, teilte der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU auf Telegram mit. Betroffen waren demnach die Stützpunkte Hwardijske und Saki. Letzterer sei in dieser Woche bereits zum zweiten Mal attackiert worden. Die dort stationierten Flugzeuge seien beschädigt oder zerstört worden, hieß es vom SBU. Eine russische Stellungnahme lag bisher nicht vor.Russland meldet Tote in GrenzregionenNach Angaben aus Russland wurden in der Nacht bei ukrainischen Drohnen- und Raketenangriffen auf russische Grenzregionen mindestens zwei Menschen getötet. Zudem wurden laut Behörden mehrere Industrieanlagen beschädigt. In der etwa 40 Kilometer von der Grenze entfernten Stadt Belgorod sei eine Frau in ihrem Auto durch Splitterverletzungen ums Leben gekommen, teilte Bürgermeister Valentin Demidow mit. Die Wasser- und Stromversorgung sei beeinträchtigt. Der Nachrichtensender Westi berichtet unter Berufung auf Behörden, dass nach Raketenangriffen auf Belgorod und die Umgebung ein Industriebetrieb in Brand geraten sei. In der Grenzregion Brjansk wurde laut Gouverneur Jegor Kowaltschuk ein Mann bei einem Angriff mit einer Kamikaze-Drohne getötet. In der Region Smolensk geriet nach Angaben der Verwaltung eine Industrieanlage nach einem Drohnenangriff in Brand.Mehr ladenTickarooLive Blog Software
Ukraine News: Neue schwere Luftangriffe auf Ukraine vor Beginn des Nato-Gipfels
In der Nacht zu Montag wird in fast allen Landesteilen Luftalarm ausgelöst. Präsident Selenskyj hatte vor massiven Angriffen vor Start des Nato-Gipfels am Mittwoch in Ankara gewarnt.










