Der Prozess im Mordfall des achtjährigen Fabian aus Güstrow geht in seine elfte Woche. Danach ist erst einmal bis zum 6. August Pause. Am 7. Juli werden nach Auskunft der Gerichtssprecherin im Landgericht Rostock vier Polizeibeamte erwartet. Der Erste hat Fabians Mobiltelefon ausgewertet. Die zweite Beamtin hat das Mobiltelefon des Zeugen, der als Erster mit der Angeklagten am Tatort war, ausgewertet, die dritte Beamtin das Mobiltelefon des Vaters. Die vierte Beamtin kann Angaben zur Auffindesituation von Fabians Leiche machen.

Nach der Sommerpause will sich Gina H. äußern

Am 9. Juli soll planmäßig die Kommissarin kommen, die die Angeklagte am 11. Oktober 2025 befragt hat – also noch während der Suche nach dem Grundschüler mit einem Großaufgebot der Polizei. Er war am 10. Oktober von seiner Mutter als vermisst gemeldet worden. Am 14. Oktober gab die jetzt des Mordes Angeklagte Gina H. an, sie hätte den Jungen zufällig mit einer Bekannten beim Spazierengehen an einem Tümpel auf einem Acker bei Klein Upahl gefunden.

Am letzten Prozesstag vor der Sommerpause soll zudem ein Polizeibeamter angehört werden, der Wahrnehmungen zum Auffinden eines Messers bei einem Nachbarn machte. Anschließend werden zwei Ärzte der Angeklagten befragt. Gina H. ist seit 15 Jahren wegen einer psychischen Störung erwerbsunfähig.