Alles läuft darauf hinaus, dass Jürgen Klopp neuer Bundestrainer wird. Die Verantwortlichen des DFB verhandeln mit dem 59-Jährigen, der selbst bereits signalisiert hat, dass er grundsätzlich bereit wäre. Sollte Klopp tatsächlich übernehmen, dürfte beim Deutschen Fußball-Bund nicht nur ein neuer Chef an der Seitenlinie stehen. Der Erfolgscoach ist bekannt dafür, Strukturen zu hinterfragen, Abläufe zu verändern und Talente mutig zu fördern.Von einer solchen Zeitenwende könnte auch ein Berliner Ausnahmetalent profitieren: Kennet Eichhorn. Der 16-Jährige könnte schneller Nationalspieler werden, als viele glauben – vielleicht sogar schneller, als er selbst im Moment denkt.

Eichhorn besucht Hertha-Spiel in Frohnau

Die große Fußballreise des Mittelfeldspielers hat eigentlich noch gar nicht richtig begonnen. Nach seinem Wechsel vor vier Wochen von Hertha BSC zum Bundesliga-Spitzenklub Bayer Leverkusen für eine Ablösesumme von rund zehn Millionen Euro gönnte sich Eichhorn zunächst eine kurze Auszeit. Doch wer glaubt, der Teenager habe nach seinem ersten Millionen-Transfer die Bodenhaftung verloren, kennt ihn schlecht.Kaum aus dem Urlaub zurück, tauchte Eichhorn beim 15:0-Testspiel seiner Hertha gegen den Berlinligisten Frohnauer SC auf. Während andere Talente in seinem Alter vielleicht schon erste Star-Allüren entwickeln würden, steht Eichhorn für das genaue Gegenteil. Die Werte, die ihm sein Elternhaus mitgegeben hat, prägen ihn bis heute. Die Fans spüren das. Als Ehrengast wurde er auf dem Poloplatz in Frohnau mit langem Applaus gefeiert.Auch Hertha-Trainer Stefan Leitl war sichtbar beeindruckt. Nach dem Spiel sagte er: „Um diesen Jungen zu beschreiben: Der ist jetzt für sehr viel Geld zu einem der besten Vereine Deutschlands gewechselt und das erste Spiel guckt er von seiner Hertha. Ich glaube, das spricht für ihn und spricht auch dafür, wie wir als Gruppe auch in der Vergangenheit agiert haben.“