Der Reiz der Wiederholung, der Wiederholung, der Wiederholung tut gut im Kopf, im Kopf, im Kopf. Und das hat natürlich Gründe. Unser Gehirn will Energie sparen. Komplexität reduzieren. Verlässlichkeit herstellen. Sich und uns schützen. Wir beide haben schließlich genug zu tun mit dieser von schlimm zu anscheinend noch schlimmer rasenden Welt. Eine Welt, die sich nicht einfach mal so wegreflektieren lässt in zwei Zigarrenzügen oder während eines Metalsongs. Und erst recht nicht nach dem wirklich allerallerallerletzten Festivalbier.
Der Versuch, es trotzdem zu wollen, endete am Samstagabend nicht nur, aber eben auch mit dem Ausruf eines sehr leidenschaftlichen und nicht minder alkoholisierten Till-Lindemann-Jüngers im galoppierenden Alter: „Scheiß auf die Welt! Es war so geil! So geil! So geil!“ Schrie er! Grölte er! Bier und Zigarre im Anschlag, nach wilden Küssen auf Vorrat mit seiner Begleiterin. Beide schienen eine sehr gute Zeit zu haben.
Diese hatten beim Till Fest in Leipzig grob gefühlt alle, die zum ersten oder bereits zum zweiten Mal vor dem Völkerschlachtdenkmal standen, sangen, tanzten und eine Metal-Messe feierten mit Till Lindemann. Plus die anderen beiden Headliner Ministry und Aesthetic Perfection. Und am Samstagnachmittag auch mit Hocico.








