Sein erstes Feuer war ein Auto in Flammen. Pkw in Vollbrand, so heißt das bei der Feuerwehr. Patrick Schulz hatte einen erfahrenen Kollegen an seiner Seite, als er zum Löschen nach vorn geschickt wurde. Im Wedding ist das gewesen, im Einzugsgebiet seiner Wache, der er als Truppmann im Praktikum zugeteilt war. „Ausrüstung angelegt und los“, sagt Patrick Schulz über diesen Moment: „Es war ein schönes Gefühl, helfen zu können.“An diesem Sonnabend hat der 35-Jährige die Geschichte von dem ersten Brand erzählt, den er löschen durfte. Vor dem Berliner Abgeordnetenhaus hat Schulz über den Einstieg in seinen neuen Beruf berichtet. Er hat kurz darauf auf dem Margot-Friedländer-Platz mit 400 anderen Feuerwehranwärtern und etwa 50 neuen Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr ein Gelöbnis gesprochen – bei einer „Zentralen Willkommensveranstaltung“.Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner war gekommen, ebenso seine Parteikollegin von der CDU, die Parlamentspräsidentin Cornelia Seibeld, außerdem Landesbranddirektor Karsten Homrighausen. Zum ersten Mal fand ein solches Gelöbnis vor dem Abgeordnetenhaus statt. Eine Premiere aus Anlass des 175-jährigen Bestehens der Berliner Feuerwehr, der ältesten und mit etwa 7000 Hauptamtlichen sowie 1600 Freiwilligen die größte ihrer Art in Deutschland.Sie wächst nach Jahren der Unterbesetzung. Im vergangenen Jahr konnten von 520 verfügbaren Ausbildungsplätzen 485 vergeben werden, was einer Quote von fast 93 Prozent entsprach. 2024 waren es 75 Prozent gewesen. In diesem Jahr vergab die Berliner Behörde bereits mehr als 134 Ausbildungsplätze. Wenn es gut läuft werden von 323 möglichen Absolventen alle übernommen, während lediglich 275 ausscheiden, etwa weil sie in den Ruhestand gehen.