Kann sich die Leitung einer Behörde selbst befördern - und mehr Gehalt genehmigen? Bei der Berliner Feuerwehr - das ist noch ein normaler Vorgang - wurden in dieser Woche 216 Angehörige feierlich ernannt und befördert. Landesbranddirektor Karsten Homrighausen und sein Ständiger Vertreter hätten „das außerordentliche Engagement, die hohe Einsatzbereitschaft sowie die herausragenden Leistungen der Kolleginnen und Kollegen“ gewürdigt, heißt es in einer Mitteilung der Behörde.Seit einigen Wochen darf sich aber auch Feuerwehrchef Karsten Homrighausen über einen Stern mehr auf seinen Schulterstücken freuen. Seine Amtsbezeichnung lautet zwar immer noch Landesbranddirektor. Aber immerhin verdient er jetzt mehr als vorher und wird nicht mehr nach Besoldungsstufe B5 bezahlt, sondern nach B6. Sein Monatsgehalt ist damit von 10.590,08 auf 11.172,26 Euro gestiegen. Sein Stellvertreter wurde ebenfalls von B3 auf B4 hochgestuft. Auch fünf der sieben Abteilungsleiter haben nun höhere Dienstgrade. Schon im Dezember waren entsprechende Pläne zu den Besoldungsanpassungen bekannt geworden. Inzwischen wurden sie vollzogen. Dennoch reibt man sich in der Belegschaft verwundert die Augen. Denn Berlins Feuerwehrchef trägt nun sogar neue Schulterklappen, die es bislang nicht gab. Sie haben nicht mehr drei Sterne. Sondern der vierstrahlige preußische Stern aus der Tradition bedeutender preußischer Verdienstorden prangt nun viermal auf Homrighausens Schulter.
Selbstbedienung im Sparhaushalt? Wie sich Berlins Feuerwehrchefs in aller Stille mehr Gehalt genehmigten
Bei der Interschutz-Messe der Feuerwehr ist vor allem die Berliner Feuerwehr durch mehrere Besonderheiten aufgefallen. Neue Schulterstücken waren nur eine davon.











