Nicht jede Katze streift durch Parks oder Gärten. Viele Stubentiger verbringen ihr ganzes Leben drinnen – und das aus nachvollziehbaren Gründen, etwa wegen des Straßenverkehrs oder weil sie nicht kastriert sind. Beeindruckende Tierporträts sind deshalb aber noch lange nicht ausgeschlossen. In der aktuellen c't Fotografie 4/2026 zeigt Judy Hohmann, wie sich schon mit einfachen Mitteln professionelle Ergebnisse erzielen lassen.
(Bild: heise)
Beim Timing rät die Fotografin, sich nach dem natürlichen Rhythmus der Tiere zu richten. Actionbilder klappen nur dann, wenn die Katze von sich aus aktiv ist. Schlafende Tiere dagegen lassen sich häufig sogar vorsichtig zudecken oder umlagern. Bei schnellen Bewegungen erleichtern Kameras mit KI-gestütztem Augentracking die Arbeit erheblich. Wer noch ein älteres Modell nutzt, kann sich mit einer sogenannten Fokusfalle behelfen: Die Kamera löst dann erst aus, sobald das Tier in einen vorher festgelegten Schärfebereich tritt.
Judy Hohmann zeigt, wie Sie Haustiere in den eigenen vier Wänden stilvoll in Szene setzen können.
Vor direktem Frontalblitz warnt Hohmann ausdrücklich. Die reflektierenden Katzenaugen sorgen sonst für geisterhafte Effekte. Besser sei es, Katzenhöhlen oder Kratztönnchen leicht zum Fenster zu drehen, damit weiches, indirektes Licht aufs Gesicht fällt. Reines Gegenlicht betont feine Fellstrukturen und macht mit etwas Überbelichtung luftige High-Key-Aufnahmen möglich.








