Fußball-Weltmeister Per Mertesacker stünde für einen Posten beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) bereit. „Irgendwie mal beim DFB zu arbeiten, dem deutschen Fußball, dem ich auch so viel zu verdanken habe, mal was zurückzugeben, wenn das gewünscht ist, dafür stehe ich natürlich zur Verfügung“, sagte Mertesacker am späten Freitagabend im ZDF.Allerdings: „Mein Plan ist erst mal, hier das schöne Turnier zuende zu machen. Dann erst mal schön in den Urlaub“, betonte er. „Was ich natürlich auch machen wollte nach 15 Jahren beim FC Arsenal, acht Jahren in der dortigen Akademie: Die Zeit zu reflektieren, was ich da alles erlebt habe.“Am ehesten infrage für Mertesacker käme wohl das Amt des Sportdirektors. Ob der DFB nach der Trennung von Bundestrainer Julian Nagelsmann aber überhaupt einen neuen Sportdirektor sucht, ist derzeit noch offen: Zur Zukunft von Rudi Völler, der eng an Nagelsmann gebunden war, haben sich bisher weder Völler selbst noch der Verband geäußert. (sid)Was war los bei der WM in der deutschen Nacht? Alles Wichtige im kompakten Überblick mit Videos: Schafft es Marokko ins Viertelfinale der Fußball-WM? Das wird auch von Ismael Saibari abhängen. Olaf Jansen über den „König der Löwen": Nach dem knappen argentinischen Erfolg im Sechzehntelfinale gegen Kap Verde reagiert auch die internationale Presse auf die spektakuläre Partie: Geht England im WM-Achtelfinale buchstäblich die Luft aus? Das Aztekenstadion in Mexiko-Stadt stellt vor allem die Gegner vor große Herausforderungen. Es sind über 2200 Meter über dem Meeresspiegel und damit mehr als zweimal so hoch als Englands höchster Berg namens Scafell Pike. Der bringt es auf 978 Meter Höhe. „Ganz vereinfacht gesagt: Dünne Luft heißt niedrigerer Luftdruck als auf Meereshöhe“, erklärt Internist und Pneumologe Dr. Matthias Krüll, auch Chef-Mediziner des Berlin-Marathons. Bei gleichem Sauerstoffgehalt von etwa 21 Prozent nehme der sogenannte Sauerstoffpartialdruck - der Anteil des Gesamtdrucks der Atemluft, der auf den Sauerstoff entfällt - in der Luft ab. Im Vergleich zum Meeresspiegel sind es in 2.200 Metern Höhe 25 Prozent weniger. „Dadurch wird bei dünner Luft spontan eben deutlich weniger Sauerstoff ins Blut aufgenommen“, sagt Krüll der Deutschen Presse-Agentur. Die „Three Lions“ sollten deshalb ihr Spieltempo vielleicht etwas drosseln, „um den Spielern Zeit zu geben, sich zwischen den Phasen hochintensiven Spiels zu erholen“, rät der englische Sport-Mediziner Barney Wainwright von der Leeds Beckett University. „Sie werden wahrscheinlich mit ihrer Laufleistung hinten dran sein, früher 'aus der Puste kommen' als in niedrigeren Höhen gewohnt“, prophezeit Krüll: „Harry Kane sollte also nicht wie bisher bis zur 70. Minute warten, sondern einfach mal in der ersten Halbzeit schon seine zwei Tore machen, das wäre schon mal gut für die Engländer.“ (dpa)Lange schnupperte Kap Verde an der großen WM-Sensation, am Ende scheiterte der Außenseiter gegen den Weltmeister knapp. Die Enttäuschung wich aber schnell dem Stolz über das Erreichen des Sechzehntelfinals. „Das Volk von Kap Verde darf seinen Spielern dankbar sein. Sie haben unser Land auf der ganzen Welt würdig vertreten“, sagte Nationaltrainer Pedro Leitao Brito: „Für uns fühlt sich das wie ein Sieg an.“Der Coach der kleinsten Nation, die sich je für die K.o.-Phase einer WM qualifiziert hatte, haderte nicht lange mit der Pleite in einem Krimi gegen Argentinien (2:3 nach Verlängerung). „Besonders in der Verlängerung hatten wir das Gefühl, Argentinien noch einmal ernsthaft gefährden zu können“, sagte Brito. Dass sein Team die Albiceleste „bis tief in die Verlängerung hinein“ unter Druck gesetzt habe, „erfüllt uns mit Stolz“.Das Überraschungsteam der WM verlässt die USA erhobenen Hauptes. „Während des gesamten Turniers wollten wir Fußball spielen – selbst gegen die besten Mannschaften der Welt“, sagte Brito: „Wir haben nie versucht, das Spiel zu zerstören oder Zeit zu schinden. Wir wollten jedem Gegner auf Augenhöhe begegnen.“Diese Leistung werde „in die Geschichte unseres Landes eingehen“. Und vielleicht, ergänzte er, „gibt sie auch anderen kleinen Nationen Hoffnung, dass man mit Organisation, Charakter und harter Arbeit Großes erreichen kann.“ (sid) Mexikos Fußballer haben die Uhren, die ihnen ein amerikanischer Youtube-Star geschenkt hat, wieder zurückgegeben. Das teilte die Nationalmannschaft des WM-Mitgastgebers auf der Plattform X mit. Die Spieler hätten dies einvernehmlich beschlossen haben, hieß es.Stephen Deleonardis hatte die Mannschaft des WM-Mitgastgebers von Trainer Javier Aguirre mit Uhren einer bekannten Schweizer Luxusmarke beschenkt. Der Internet-Star, der dafür bekannt ist, auch mit seinem Reichtum zu protzen, war dafür extra ins WM-Camp im Süden von Mexiko-Stadt gekommen.Laut „Excelsior“ soll sich der Gesamtwert der Uhren auf über eine Million US-Dollar, umgerechnet rund 875.000 Euro, belaufen haben. Deleonardis hatte zuvor auf die Mexikaner im Sechzehntelfinale gegen Ecuador gewettet und gewonnen. Allein der Einsatz soll Berichten zufolge bei zwei Millionen US-Dollar gelegen haben. (dpa)Mohamed Salah war stolz und vergoss Tränen der Freude. „Es ist historisch. Es ist das Größte, was ich je erlebt habe“, schwärmte der ägyptische Kapitän nach dem emotionalen Achtelfinal-Einzug beim 4:2 (1:1, 1:1) nach Elfmeterschießen gegen Australien.„Mein Gefühl heute ist unbeschreiblich. Das war einer der besten Tage meines Lebens. Wir haben Geschichte geschrieben“, ergänzte Salah, der trotz einer Oberschenkelzerrung aus dem letzten Gruppenspiel 120 Minuten durchspielte und seinen Elfmeter mit einem Panenka verwandelte. „Ich habe versucht, mein Bestes zu geben und zu spielen, obwohl ich Schmerzen hatte“, gab er zu. (sid) Uli PutzDies dürfte die Millionen englischen Fußball-Fans nicht entzücken: Inmitten der Weltmeisterschaft hat Prinz William enthüllt, dass König Charles III. absolut nichts für diesen Sport übrig hat. „Mein Vater hasst Fußball“, sagte der britische Thronfolger am Freitag in einem Podcast mit US-Footballstar Travis Kelce.Der Podcast wurde nur wenige Stunden vor der in New York erwarteten Mega-Hochzeit von Kelce mit Pop-Superstar Taylor Swift veröffentlicht. Im Verlauf des Gesprächs ging es dann aber nicht so sehr um die offensichtlich anstehende Hochzeit, sondern mehr um Fußball. Der als enthusiastischer Fußball-Fan bekannte William kündigte unter anderem an, dass er zum WM-Finale in die USA kommen werde, wenn das englische Team einzieht. Befragt von Kelce, ob er seine Fußballleidenschaft von seinem Vater habe, antworte der britische Kronprinz: „Absolut nicht. Mein Vater hasst Fußball.“Uli PutzDer Fußball-Weltverband FIFA hat trotz Diskussionen auf eine Vorverlegung des WM-Achtelfinals zwischen Ko-Gastgeber Mexiko und England in Mexiko-Stadt verzichtet. Das berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Aufgrund des Risikos witterungsbedingter Störungen und Überschwemmungen hatte der Verband wohl diskutiert, die für Sonntag um 18 Uhr Ortszeit angesetzte Partie früher anpfeifen zu lassen.Entsprechende Berichte hatten bereits die Camps beider Mannschaften erreicht. „Wie wir uns auf das Spiel vorbereiten, muss gleich bleiben. Wir müssen fokussiert sein, wir müssen auf alles vorbereitet sein“, hatte Englands Marcus Rashford am Rande des Trainings am Freitag zu einer möglichen Verlegung gesagt: „Wir sind bereit für jede Herausforderung, die uns gestellt wird. Natürlich ist es nicht ideal, aber es bedeutet auch nichts.“Zuletzt war es beim Sechzehntelfinale in der mexikanischen Hauptstadt zwischen Mexiko und Ecuador wegen eines Gewitters zu einer Verzögerung gekommen. Das Spiel wurde letztlich eine Stunde später angepfiffen. Die Vorrundenbegegnung zwischen Frankreich und dem Irak (3:0) in Philadelphia war wegen eines Gewitters nach der Halbzeitpause zunächst nicht wieder angepfiffen worden, die Unterbrechung dauerte insgesamt knapp über zwei Stunden.Jürgen Klopp hat Gespräche mit dem Deutschen Fußball-Bund für das Bundestraineramt bestätigt, rechnet aber nicht mit einer kurzfristigen Einigung. „Ich bin mittlerweile mehr als aufgetankt, also ich bin bereit“, sagte Klopp bei MagentaTV. Auf die Frage, was zu einer Unterschrift noch fehle, antwortete Klopp mit einem Wort: „Zeit“.Zunächst müsse er mit seinem jetzigen Arbeitgeber Red Bull die Vertragsangelegenheiten klären. Aber auch mit dem DFB rechnet der 59-Jährige mit grundlegenden Verhandlungen. „Es werden intensive Gespräche sein müssen, weil natürlich die Probleme, die wir aktuell haben, nicht an der Personalie Julian Nagelsmann hängen“, sagte Klopp.Der DFB hatte zuvor bereits bekanntgegeben, dass er hinsichtlich der Neubesetzung des Trainerpostens das Gespräch mit Klopp suchen werde. Klopp ist noch bis Sommer 2029 als Head of Global Soccer bei Red Bull gebunden.Trotz der beginnenden Gespräche mit dem DFB wird Jürgen Klopp bis zum Ende der Weltmeisterschaft für MagentaTV arbeiten. Der 59-Jährige soll nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur die zuvor geplanten WM-Einsätze für den kostenpflichtigen TV-Sender der Deutschen Telekom absolvieren. (dpa)Die WM-Organisatoren prüfen Medien zufolge, das Achtelfinale zwischen Mitgastgeber Mexiko und England um mehrere Stunden nach vorn zu verlegen. Hintergrund soll demnach die Sorge um die Folgen schwerer Gewitter sein, die für den Abend des Spiels vorhergesagt sind.Mexikanische Medien wollen erfahren haben, dass der Anstoß bereits am Sonntag um 12 Uhr Ortszeit (20 Uhr MESZ/Magenta TV) im Aztekenstadion von Mexiko-Stadt erfolgen soll. Auch britische Medien berichteten über Gedankenspiele, den Anpfiff um sechs Stunden nach vorn zu verlegen. Der Weltverband FIFA bestätigte dies zunächst nicht.Zuletzt hatte die Sechzehntelfinal-Partie der Mexikaner gegen Ecuador wegen eines schweren Gewitters mit einer Stunde Verspätung begonnen. Gemäß des FIFA-Regelwerks kann der Dachverband WM-Partien nach eigenem Ermessen absagen, verschieben oder an einen anderen Ort verlegen.Für die Engländer bedeutet es eine weitere Herausforderung. Trainer Thomas Tuchel hatte sich wegen der ungewohnten Höhe – das Aztekenstadion liegt über 2200 Meter über dem Meeresspiegel – für eine frühere Anreise und zwei Nächte in Mexiko-Stadt entschieden. Offiziell erklärte der englische Verband kurz vor dem Abflug des Teams nach Mexiko, er wisse nichts von einer Verlegung.Mittelfeldspieler Morgan Rogers beteuerte: „Das hat keinen Einfluss auf uns. Egal, zu welcher Uhrzeit wir spielen, wir werden bereit sein.“ Auch sein Teamkollege Marcus Rashford zeigte sich unbeeindruckt von den Spekulationen. „Egal, was alles auf uns zukommt: Wir werden rausgehen, um das Spiel zu gewinnen“, sagte Rashford. (dpa)Acht Spieler des WM-Teilnehmers Tunesien sind bei Dopingkontrollen während der Endrunde in Nordamerika offenbar positiv auf Clenbuterol getestet worden. Das berichten englische Medien. Weder der Fußball-Weltverband FIFA noch der tunesische Verband haben die Meldung bisher kommentiert.Angeblich drohen keine Konsequenzen, da davon ausgegangen wird, dass die Spieler das Dopingmittel über kontaminiertes Fleisch in ihrem Teamquartier in Mexiko aufgenommen haben. Tunesien war nach drei Niederlagen in der Vorrunde ausgeschieden. (dpa)Bundeskanzler Friedrich Merz hat den bisherigen Fußball-Bundestrainer Julian Nagelsmann für seine Arbeit gewürdigt. „Der Bundeskanzler dankt Julian Nagelsmann für sein Engagement und den Einsatz in den letzten Jahren als Bundestrainer der Nationalmannschaft“, sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius. Zur Nachfolgefrage wollte er sich nicht äußern und verwies auf die Autonomie der Sportverbände in derartigen Personalfragen.Wenige Tage nach dem WM-Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay hat Nagelsmann seinen Rücktritt erklärt. Bei der Suche nach einem Nachfolger peilt der Deutsche Fußball-Bund ein Gespräch mit Jürgen Klopp an. (dpa)Julian Nagelsmann hat seinen Rücktritt als Bundestrainer bekanntgegeben. In einer Mitteilung des Deutschen Fußball-Bundes erklärt der 38-Jährige seine Kehrtwende, nachdem er zuvor noch bekräftigt hatte, trotz des frühen Ausscheidens bei der WM im Amt bleiben zu wollen. Das Statement im Wortlaut:„Ich habe in den vergangenen Tagen seit dem Ausscheiden viel nachgedacht und mich mit Vertrauten in meinem persönlichen Umfeld und im Verband ausgetauscht. Die Entscheidung ist mir alles andere als leichtgefallen. Mein oberstes Ziel war immer der Erfolg der Mannschaft. Sie hat nach so einer herben Enttäuschung die Chance auf einen unbelasteten Neuanfang verdient.“„Ich möchte mich bei meinem Trainerteam, dem Staff und allen Menschen im Verband bedanken, die uns unterstützt haben, vor allem auch bei den Spielern, mit denen ich vertrauensvoll zusammenarbeiten durfte. Ein besonderer Dank gilt auch den Fans. Ihr habt uns getragen, ihr habt uns vertraut, ihr habt uns Energie gegeben, selbst in schwierigen Phasen. Es tut mir von Herzen leid und weh, dass wir euch enttäuscht haben und euch keine weiteren Fußballnächte bei dieser WM bescheren konnten. Ihr hättet viel mehr verdient gehabt!“ (dpa)Mehr ladenTickarooLive Blog Software