Düsseldorf (dpa/lnw) - Knapp zehn Monate vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen bereitet die CDU bei einem Landesparteitag am Samstag (ab 10.00 Uhr) in Düsseldorf die Inhalte ihres Wahlkampfs vor. Überraschend hat sich auch Bundeskanzler Friedrich Merz zu der intern als „Arbeitsparteitag“ betitelten Konferenz angekündigt. Merz, der seinen Wahlkreis im Sauerland hat, will nach Parteiangaben auch vor den rund 680 Delegierten reden. Im Mittelpunkt des Parteitags sollte ursprünglich der Bericht des Landesvorsitzenden und Ministerpräsidenten Hendrik Wüst stehen. Nun dürften sich alle Augen auf Merz richten, nachdem die schwarz-rote Koalition in Berlin ein großes Reformpaket vorgelegt hat. Kurs auf LandtagswahlIn Düsseldorf sammeln die Delegierten des mitgliederstärksten CDU-Landesverbands in Themenforen Ideen für das Programm zur Landtagswahl im April 2027. Das Programm soll aber erst bei einem Parteitag im Frühjahr 2027 beschlossen werden. Auch dann erst soll der Spitzenkandidat gewählt werden - aller Voraussicht nach wieder Wüst. Ende Mai hatte es tagelange Spekulationen über einen möglichen Wechsel an der Spitze der Bundesregierung von Merz zu Wüst gegeben. Wüst hatte die Wechselgerüchte als „Quatsch“ zurückgewiesen und Merz seine volle Unterstützung zugesichert.Ministerpräsident Hendrik Wüst ist auch Landesvorsitzender der nordrhein-westfälischen CDU. (Archivbild) Fabian Strauch/dpaUmfrage sieht Verluste für CDUEiner jüngsten Umfrage im Auftrag des WDR zufolge müsste die CDU von Ministerpräsident Wüst bei der Wahl Verluste hinnehmen. Die schwarz-grüne NRW-Koalition könnte ihre Mehrheit aber behaupten. Die CDU kam in der Sonntagsfrage von Infratest dimap demnach auf 32 Prozent - das waren 3 Prozentpunkte weniger als noch Anfang Februar. Bei der NRW-Wahl 2022 hatte die CDU noch 35,7 Prozent erreicht. Die Grünen könnten um 2 Punkte auf 15 Prozent zulegen (2022: 18,2 Prozent). Mit der Arbeit von Regierungschef Wüst sind nur noch 42 Prozent der Befragten zufrieden und 40 Prozent unzufrieden. Die Union im Bund liegt Umfragen zufolge nur noch bei 22 bis 24 Prozent.© dpa-infocom, dpa:260704-930-331652/1