PfadnavigationHomePolitikDeutschlandRegelung zur Krankschreibung„Da kommt man doch kränker raus, als man reingegangen ist“, kritisiert MaschmeyerStand: 18:29 UhrLesedauer: 2 MinutenCarsten Maschmeyer nennt die geplante Neuregelung „kontraproduktiv“Quelle: picture alliance/Geisler-Fotopress | Clemens Niehaus/Geisler-FotopresDie Bundesregierung plant strengere Regeln für Krankmeldungen. Aus Sicht von Unternehmer Maschmeyer sei dies „kontraproduktiv“ und ein „weiterer bürokratischer Schritt ohne Mehrwert“. Unternehmerverbände sehen die Beschlüsse hingegen positiv.Wie sollte die künftige Regelung für Krankschreibungen aussehen? Wenn es nach dem „Programm für Aufschwung und Beschäftigung“ der schwarz-roten Bundesregierung geht, soll die telefonische Krankschreibung abgeschafft werden. Zudem muss ab dem ersten Krankheitstag eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung vorliegen. Daran regt sich Kritik – auch aus der Wirtschaft.Unternehmer Carsten Maschmeyer stößt sich an der geplanten Neuregelung. Zwar lobte er, dass die Bundesregierung unter Beweis stelle, „wohl doch handlungsfähig“ zu sein, doch das verpflichtende Attest ab dem ersten Tag halte er für „kontraproduktiv“. „Warum muss man Menschen ohne Not in übervolle Praxen zwingen?“, fragte er auf der Plattform X. „Da kommt man doch kränker raus, als man reingegangen ist.“ Letztlich handele es sich um einen bürokratischen Schritt ohne Mehrwert.Lesen Sie auchBereits mehrfach hatte sich Maschmeyer in der Vergangenheit zu Krankschreibungen geäußert und für eine Entstigmatisierung plädiert. „Zu oft wird auf Krankmeldungen mit Misstrauen, Stirnrunzeln oder vorwurfsvollen Kommentaren reagiert. Dabei ist das völlig fehl am Platz“, schrieb er etwa vergangenen Herbst auf LinkedIn. „Das einzig richtige Verhalten ist, Verständnis zeigen und Genesungswünsche aussprechen.“ Auch zur Debatte über die Einführung eines Karenztages, die Allianz-Chef Oliver Bäte Anfang 2025 angestoßen hatte, hatte er sich ablehnend geäußert. „Ja, die hohen Krankenstände in Deutschland sind nicht zu ignorieren“, räumte er damals ein. „Aber zu glauben, dass ein Karenztag keine sozialen Probleme auslöst, verkennt die Lebensrealität vieler Menschen.“ Insbesondere im Niedriglohnsektor könne ein unvergüteter Krankheitstag bedeuten, die Mietkosten nicht zahlen zu können.Anders als Maschmeyer positioniert sich etwa die Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände (VhU) positiv zu den Beschlüssen der schwarz-roten Regierung. „Die Maßnahmen gegen hohen Krankenstand gehen in die richtige Richtung. Das begrüßen wir ausdrücklich“, erklärte deren Präsident Wolf Matthias Mang. Insbesondere die Abschaffung der telefonischen Krankschreibung fordere die VhU schon länger, da diese die Hürden für sogenanntes „Blaumachen“ senke.doli
Regelung zur Krankschreibung: „Da kommt man doch kränker raus, als man reingegangen ist“, kritisiert Maschmeyer - WELT
Die Bundesregierung plant strengere Regeln für Krankmeldungen. Aus Sicht von Unternehmer Maschmeyer sei dies „kontraproduktiv“ und ein „weiterer bürokratischer Schritt ohne Mehrwert“. Unternehmerverbände sehen die Beschlüsse hingegen positiv.














