Kurz vor dem Nato-Gipfel in Ankara statten Regierungsvertreter der baltischen Staaten Kanzler Merz einen Besuch ab. Es geht um mehr als Solidarität.

Besuch der drei Regierungsvertreter der baltischen Staaten im Kanzleramt

Christian Mang/reuters

Es sind nur noch wenige Tage, bis die Staats- und Regierungschefs der Nato-Staaten sich zum Gipfel in Ankara einfinden werden. Ganz oben auf der Agenda der Mitglieder des Militärbündnisses steht die russische Vollinvasion in der Ukraine, die seit 2022 tobt und deren Ende nicht in Sicht ist. Der Krieg beschränkt sich längst nicht mehr nur auf ukrainisches oder russisches Territorium. Hybride und elektronische Kriegsführung sind Teil der Militärstrategien und wirken sich auch auf Nato-Staaten aus.

Drei Länder, die besonders betroffen sind, sind Lettland, Litauen und Estland. Die Regierungsvertreter der baltischen Staaten sind kurz vor dem Nato-Gipfel nach Berlin gereist, um Bundeskanzler Friedrich Merz zu treffen. „Es ist ein Zeichen des gemeinsamen Vertrauens“, sagte Merz in Berlin. Und rühmte sich erneut nicht nur für dieses Format in seiner Außenpolitik, sondern auch für seine Initiativen mit den E5 (Großbritannien, Frankreich, Italien, Polen und Deutschland) oder E3 (Deutschland, Frankreich und Großbritannien). Oder für den Einsatz der Bundeswehr in der Nato.