Um zu verstehen, warum der 4. Juli in diesem Jahr für Amerikaner eine besondere Bedeutung hat, muss man weder besonders gut rechnen können, noch ein Geschichts-Ass sein: Die Erklärung der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten jährt sich zum 250. Mal. Um zu verstehen, warum Weltstar Taylor Swift ihre Hochzeit mit dem American-Football-Spieler Travis Kelce mutmaßlich just an diesem Wochenende im New Yorker Madison Square Garden feiert, bedarf es hingegen nicht nur ordentlicher Knobelei, sondern auch gründlicher popkultureller Geschichtsforschung. Aber es lohnt sich.Beginnen wir mit den Grundlagen: Swift hat ein Faible für Numerologie, das ist allgemein bekannt. Will heißen, sie misst Zahlen eine metaphysische Bedeutung bei. Folglich plant die Sängerin Großereignisse, etwa die Veröffentlichung eines neuen Albums, einen Tourneeauftakt oder eben eine Hochzeit, mit viel Vorlauf und einem Taschenrechner in der Hand. Im Idealfall hat das gewählte Datum irgendetwas mit der Zahl 13 zu tun. 13 ist Swifts Glückszahl; sie wurde am 13. Dezember 1989 geboren und malte sich die Eins und die Drei eine Zeit lang bei Konzerten gut sichtbar und glitzernd auf den Handrücken.Der 4. Juli ist für Swift jedoch nicht nur aus numerologischer Sicht ein wichtiges Datum. In den 2010er-Jahren etablierte sie die Tradition, den amerikanischen Unabhängigkeitstag mit ihren engsten Freundinnen auf ihrem Anwesen in Rhode Island zu verbringen. Bald schon hatten die Partys Kultstatus. Zahlreiche Models, Schauspieler und Sänger wurden beim gemeinsamen Baden abgelichtet, die Liste verlängerte sich im Laufe der Jahre.Erst einmal Schluss mit den Partys2013 war das erste Jahr, in dem die Außenwelt etwas von diesen Partys mitbekam. Swift teilte damals ein Foto auf ihrem Blog. Von da an waren die jährlichen Festlichkeiten Tradition – bis Kanye West und Kim Kardashian drei Jahre später öffentlich Streit mit ihr anfingen, ein heftiger Shitstorm über sie hereinbrach und Swift sich zum Schutz ihrer Privatsphäre eine Zeit lang aus der Öffentlichkeit zurückzog. Mit den Partys am 4. Juli war von da an erst mal Schluss.Ganze sieben Jahre später traute sich Swift, die Tradition wieder aufleben zu lassen. Am 7. Juli 2020 postete sie ein Foto von der Feier und schrieb darunter, sie freue sich schon auf ihr Konzert in Kansas City. Am folgenden Abend trat sie dort noch einmal auf, im Arrowhead Stadium, der Hauptspielstätte der Footballmannschaft Kansas City Chiefs. Im Publikum: Chiefs-Spieler Travis Kelce, der nach dem Konzert in seinem reichweitenstarken Podcast „New Heights“ erzählte, er sei bezaubert von der Sängerin gewesen. Leider sei es ihm nicht gelungen, ihr ein Armband mit seiner Telefonnummer zu überreichen. Der Rest ist Geschichte.Nun festigt sich also die Vermutung, dass Swift und Kelce an diesem Wochenende im weltberühmten Madison Square Garden heiraten. Der mag als Hochzeitslocation eher unorthodox erscheinen, erweist sich neben den logistischen Vorteilen aber als folgerichtig: Schließlich handelt es sich dabei um eine Konzert- und Sportarena, so wie das Arrowhead Stadium, in dem die Liebesgeschichte zwischen der Sängerin und dem Profisportler ihren Anfang nahm.Womit noch die Frage nach dem genauen Datum bliebe. Trotz der Partytradition vom 4. Juli lassen zahlreiche Hinweise eher vermuten, dass die Trauung schon am Freitag stattgefunden hat. Kein 4. Juli, keine 13, wie lässt sich das erklären? Auch Travis Kelce hat eine Glückszahl, es ist die 87 auf seinem Trikot. Wie auch der Madison Square Garden hätte der 3. 7. also ein bisschen von beiden: eine Drei und eine Sieben. Umso passender die Tatsache, dass 13 plus 87 eben 100 ergibt. Spekulationen, dass Swift mit ihrer Feier von der „unvergesslichsten Geburtstagsparty aller Zeiten“ ablenken wolle, die Donald Trump zum 250. Nationalfeiertag plant, rücken damit in den Hintergrund. Sicher ist: Sie hat sich etwas dabei gedacht.