Tagebuch aus Armenien: Was vom Sohn bleibt, ist ein Sarg und ein neuer Fernseher
Auch in Armenien rekrutiert die russische Armee Söldner für den Ukrainekrieg. Für einige junge Männer ist es die einzige Chance. Wenn sie überleben.
Das bisherige Leben abgeben: Rekrutierungsstelle der russischen Armee
Itar Tass/imago
I n der armenischen Hauptstadt Jerewan, in einem kleinen Zimmer, haben sich Bekannte und Verwandte von Familie Schatinjan versammelt. Die Luft ist stickig und auch die Stille ist kaum zu ertragen. In der Mitte des heruntergekommenen Raumes steht der Esstisch, darauf ein schwarzer glänzender Sarg. Daneben stehen in zwei Reihen Stühle für die Angehörigen, doch nur auf einem Stuhl sitzt jemand. Es ist Lusik Schatinjan, die Mutter des Toten.









