China und die Europäische Union wollen im Herbst zum zweiten Mal im Rahmen ihres neuen Konsultationsmechanismus für Handel und Investitionen auf Ministerebene zusammenkommen. Peking betont die Bereitschaft zur Kooperation, während in Brüssel die Erwartung wächst, dass es beim hohen Handelsungleichgewicht zu greifbaren Fortschritten kommt.

Der chinesische Staatspräsident Xi Jinping (M) trifft sichin der Großen Halle des Volkes mit dem Präsidenten des Europäischen Rates Antonio Costa und der Präsidentin der Europäischen Kommission Ursula von der Leyen.

© Xie Huanchi

Der Sprecher des chinesischen Handelsministeriums, He Yadong, kündigte am Donnerstag in Peking auf einer regulären Pressekonferenz an, dass das zweite Ministertreffen des Mechanismus im Herbst stattfinden werde. China habe den EU-Kommissar für Handel und wirtschaftliche Sicherheit, Maroš Šefčovič, dazu nach China eingeladen. Beide Seiten hätten sich darauf verständigt, jährlich ein bis zwei Treffen auf Ministerebene abzuhalten.

Nach Angaben von He wollen China und die EU das Handelsungleichgewicht durch Wachstum und einen breiteren Marktzugang angehen und nicht durch eine Verringerung des Handelsvolumens. Gemeinsam angestrebt werde eine engere Zusammenarbeit bei künstlicher Intelligenz, der grünen Transformation sowie im Dienstleistungshandel. Beide Seiten hätten sich zudem auf eine neue Charakterisierung ihrer Wirtschaftsbeziehungen geeinigt: China und die EU seien füreinander „stabile und ausgewogene wichtige Handelspartner", sagte He.