Nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela ist die Zahl der Todesopfer auf 2595 gestiegen. Für den Wiederaufbau richte das Land gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds (IWF) einen Hilfsfonds in Höhe von 200 Millionen Dollar ein, sagte Interimspräsidentin Delcy Rodríguez am Donnerstag (Ortszeit). Zudem hätten der IWF und die Weltbank weitere Kredite und Hilfen angeboten. Die Such- und Rettungsarbeiten seien noch nicht beendet. „Wir können immer noch Menschen lebend finden“, erklärte Rodríguez.Auf ihrer ersten Pressekonferenz seit dem Sturz von Nicolás Maduro durch die USA im Januar wies die Interimspräsidentin zugleich Kritik an einem zu langsamen Krisenmanagement vehement zurück. Die Regierung habe sofort gehandelt. Das Chaos erklärte sie unter anderem damit, dass im am schwersten betroffenen Bundesstaat La Guaira fast alle regionalen Behördenvertreter ums Leben gekommen seien.Vor Ort werden die Rettungsarbeiten nach den Beben der Stärke 7,2 und 7,5 vom vergangenen Mittwoch größtenteils von Zivilisten getragen, die oft mit bloßen Händen graben und fehlendes schweres Gerät beklagen. Auf einer inoffiziellen Liste im Internet wurden zuletzt noch etwa 38 500 Menschen als vermisst gemeldet.
Fast 2600 Tote nach Erdbeben in Venezuela - Zehntausende werden vermisst
Die Such- und Rettungsarbeiten dauern an. Zehntausende Menschen werden weiterhin vermisst. Der IWF und die Weltbank wollen helfen.













