PfadnavigationHomePolitikAuslandVereinte NationenUSA wollen UN-Hilfe für Friedensmission in Somalia wegen zu geringer Fortschritte blockierenStand: 02:44 UhrLesedauer: 2 MinutenSomalische Soldaten patrouillieren auf einer Straße, nachdem Anhänger von Oppositionspolitikern und staatliche Sicherheitskräfte aneinandergeraten sindQuelle: picture alliance/dpa/AP/Farah Abdi WarsamehTrotz US-Investitionen sei Somalia nicht in der Lage gewesen, die Fortschritte im Kampf gegen Extremisten aufrechtzuerhalten. Der Schritt dürfte das Ende des knapp 12.000 Soldaten umfassenden Einsatzes bedeuten, da die Truppen auf UN-Logistik angewiesen sind.Die USA wollen die Unterstützung der Vereinten Nationen (UN) für die Friedensmission der Afrikanischen Union (AU) in Somalia ab dem kommenden Jahr blockieren. Dies ging am Donnerstag aus zwei Dokumenten hervor, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen. Diplomaten zufolge dürfte der Schritt das Ende des knapp 12.000 Soldaten umfassenden Einsatzes bedeuten, da die Truppen stark auf UN-Logistik wie Lebensmittel, Treibstoff und medizinische Versorgung angewiesen sind. Ein Sprecher der Vereinten Nationen erklärte, man diskutiere die Entscheidung der USA derzeit intern und stehe im Austausch mit der AU sowie der somalischen Regierung.In einem Regierungsschreiben der USA vom 1. Juli, das Reuters vorliegt, hieß es zudem, interne Rivalitäten und politische Machtkämpfe in der Regierung untergrüben den Kampf gegen Al-Schabaab und die Extremistenmiliz IS. Die US-Regierung habe zwar keine Einwände gegen eine Verlängerung des Mandats durch den UN-Sicherheitsrat, werde sich jedoch gegen jede Verlängerung aussprechen, die logistische oder operative Unterstützung durch die UN beinhalte.Lesen Sie auchUnter US-Präsident Donald Trump wuchs in Washington zuletzt der Frust über die Führung in Mogadischu. Ein Sprecher des US-Außenministeriums bestätigte, dass die USA die Einsätze des UN-Unterstützungsbüros in Somalia (UNSOS) nicht länger mittragen werden. Die USA hätten fast zwei Milliarden Dollar zu UNSOS und den Vorgängermissionen beigesteuert. Trotz dieser Investitionen sei Somalia nicht in der Lage gewesen, die Fortschritte im Kampf gegen die Extremisten eigenständig aufrechtzuerhalten.Die Kommission der Afrikanischen Union informierte ihre Mitglieder am Donnerstag über den Schritt der USA und warnte vor erheblichen Auswirkungen auf die Finanzierung und Einsatzfähigkeit der Mission. Der somalische Parlamentsabgeordnete Ahmed Koshin sagte Reuters, die Entscheidung werde gewaltige Konsequenzen für sein Land haben. Lesen Sie auchDie Friedensmission stützt die fragile Regierung in Mogadischu im Kampf gegen die mit Al-Kaida verbündete Al-Schabaab-Miliz. Diese kontrolliert weite Teile im Süden und Zentrum Somalias. Das Budget des UN-Unterstützungsbüros beläuft sich auf rund 500 Millionen Dollar. Die AU-Mission selbst hatte im vergangenen Jahr ein Budget von 190 Millionen Dollar und kämpft mit einer massiven Finanzierungslücke.rtr/saha
Vereinte Nationen: USA wollen UN-Hilfe für Friedensmission in Somalia wegen zu geringer Fortschritte blockieren - WELT
Trotz US-Investitionen sei Somalia nicht in der Lage gewesen, die Fortschritte im Kampf gegen Extremisten aufrechtzuerhalten. Der Schritt dürfte das Ende des knapp 12.000 Soldaten umfassenden Einsatzes bedeuten, da die Truppen auf UN-Logistik angewiesen sind.










