Rassistische Vorfälle nach WM-Aus: Ein Hitlergruß, Anfeindungen und eine Verfolgungsjagd

Nach dem deutschen Ausscheiden bei der WM häufen sich hierzulande rassistische Gewalttaten. Aus Chemnitz wird von Ausschreitungen berichtet.

Deutsche Fußballfeste sind nicht für alle schön

Christoph Reichwein/dpa

Jonathan Tah schreitet zum Elfmeterpunkt. Er übernimmt Verantwortung. Als sechster deutscher Schütze läuft er an, schießt – und verfehlt. Der Ball fliegt über das Tor. Paraguay verwandelt den entscheidenden Elfmeter, Deutschland scheidet aus. Im Sechzehntelfinale. Ausgerechnet im Elfmeterschießen versagen der deutschen Mannschaft die Nerven. Dabei galt gerade dieses Format lange als „deutsche Spezialität“: Seit der Einführung des Elfmeterschießens bei Weltmeisterschaften 1982 hatte Deutschland alle vier Duelle vom Punkt gewonnen.