Nach der 0:2-Niederlage der deutschen Fußballnationalmannschaft in Bratislava gegen die Slowakei waren sich die professionellen Beobachter einig wie selten: Außer Torwart Oliver Baumann und mit etwas Wohlwollen Linksverteidiger Maximilian Mittelstädt hatte das gesamte deutsche Team eine schwache Leistung abgeliefert. Zu Hause, vor den Fernsehern, hatten das allerdings einige Menschen anders gesehen. Sie ließen ihren Frust an Nnamdi Collins, Antonio Rüdiger und Jonathan Tah aus. Die hatten zwar nicht schlechter und nicht besser als die meisten ihrer Kollegen gespielt, haben aber eine andere Hautfarbe. Der Deutsche Fußball-Bund („Besonders Rassismus hat hier überhaupt keinen Platz“) hat die Posts an die Staatsanwaltschaft weitergeleitet.

Noch schlimmer traf es ein paar Tage später Samiou Tchagbele vom SV Auerhammer (Sachsen) im Erzgebirgs-Pokalspiel beim SV Niederwürschnitz. Nachdem der Spieler während der gesamten Partie „aufs Übelste“ (SVA-Vorstand Konrad Schlegel) rassistisch beleidigt worden war, brachen seine Mitspieler das Spiel beim Elfmeterschießen ab und verließen den Platz. Das berichtet die Freie Presse.

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„Wieder mal die gleichen ekelhaften rassistischen Beleidigungen“