Sirenen, Schweigeminuten, Straßenblockaden: Am Donnerstag hielt Israel landesweit inne, um der Opfer des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023 zu gedenken. Vor der Knesset in Jerusalem schlug die Stimmung zeitweise um – dort kam es zu Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten. Das berichtete die Jerusalem Post. Demonstranten hätten dem israelischen Nachrichtenportal Ynet zufolge angegeben, die Polizei habe versucht, sie gewaltsam aufzulösen. Eine unabhängige Bestätigung dieser Darstellung lag zunächst nicht vor. In Israel gilt seit langem eine strikte Militärzensur.
Organisiert wurden die Proteste laut der Times of Israel vom „October Council“, einem Zusammenschluss von Angehörigen der Opfer, Überlebenden des Massakers und ehemaligen Geiseln. Die Organisation wirft der israelischen Regierung vor, den Hamas-Überfall nicht verhindert und sich bislang gegen die Einsetzung einer staatlichen Untersuchungskommission gestellt zu haben.
Der Gedenktag habe um 6.29 Uhr Ortszeit begonnen, dem exakten Zeitpunkt des Angriffsbeginns vor 1000 Tagen. Um 10 Uhr sei landesweit eine Schweigeminute abgehalten worden, zu der die Organisation aufgerufen hatte. Für 11 Uhr sei in Tel Aviv die Eröffnung einer Ausstellung mit 1000 persönlichen Gegenständen von Getöteten und Verschleppten angesetzt gewesen.












