Mit Schweigeminuten, Gedenkveranstaltungen und landesweiten Protesten hat Israel am Donnerstag an den Terrorangriff der Hamas vom 7. Oktober 2023 erinnert. Exakt 1000 Tage nach dem Massaker versammelten sich Tausende Menschen im ganzen Land. Viele nutzten den Gedenktag zugleich, um scharfe Kritik an Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und seiner Regierung zu äußern.Den Auftakt bildeten Veranstaltungen um 6.29 Uhr – dem Zeitpunkt, an dem der Hamas-Angriff am 7. Oktober 2023 begann. Weitere Gedenkfeiern, Autokonvois und Demonstrationen waren über den Tag hinweg geplant. Am Abend sollte auf dem ehemaligen Geiselplatz in Tel Aviv eine zentrale Kundgebung stattfinden.
Forderung nach Untersuchungskommission
Mehrere Initiativen aus Angehörigen, Überlebenden und ehemaligen Geiseln forderten erneut eine staatliche Untersuchungskommission zu den Ereignissen vom 7. Oktober. Die rechtsgerichtete Regierung um Netanjahu lehnt eine solche Kommission bislang ab. Auf Transparenten war unter anderem zu lesen: „1000 Tage. Wir werden nicht vergessen und nicht vergeben“ sowie „1000 Tage des Begrabens der Wahrheit“. Vor den Wohnhäusern mehrerer Regierungsmitglieder demonstrierten Teilnehmer gegen den Umgang der Regierung mit den Folgen des Angriffs.Nach Berichten der Jerusalem Post kam es vor dem israelischen Parlament in Jerusalem zu Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei. Teilnehmer warfen den Einsatzkräften vor, die Versammlung gewaltsam auflösen zu wollen. Eine Stellungnahme der Polizei lag zunächst nicht vor.











