Berlin steht vor einer gewaltigen Infrastrukturaufgabe. Innerhalb von 15 Jahren sollen 175 marode Brücken durch Neubauten ersetzt werden, weitere 125 werden in größerem Stil instand gesetzt. Das geht aus dem Masterplan Brücken 2025–2040 hervor, den der Senat beschlossen hat.Der Osten Berlins ist besonders betroffen. Und ein Bezirk sticht heraus.

Marzahn-Hellersdorf liegt vorn – mit deutlichem Abstand

29 Brückenbauwerke stehen in Marzahn-Hellersdorf auf der Liste, mehr als in jedem anderen Bezirk. Das liegt vor allem an den großen Verkehrsachsen: Entlang der Märkischen Allee, der Landsberger Allee und am Marzahner Knoten reiht sich Ingenieurbauwerk an Ingenieurbauwerk.Gerade der Marzahner Knoten gilt als Sorgenkind. Dort treffen Bahntrassen, Straßenbahnanlagen und Rampen aufeinander, einige Bauwerke sind in schlechtem Zustand. Die Senatsverwaltung will den gesamten Kreuzungsbereich neu ordnen.Auf Platz zwei folgt Treptow-Köpenick mit 24 Projekten. Dort sorgt vor allem die Lange Brücke für Diskussionen: Sie verbindet die Köpenicker Altstadt mit der Köllnischen Vorstadt und soll durch einen Neubau ersetzt werden. Die Erinnerung an die Wuhlheide-Brücke sitzt im Bezirk noch tief – sie wurde im vergangenen Jahr praktisch über Nacht ersatzlos abgerissen.