Stand: 02.07.2026 • 15:28 Uhr

Vor 1.000 Tagen überfiel die Hamas Israel. Seitdem befinden sich die Menschen dort und im Gazastreifen in der Dauerkrise: zerstörte Gemeinschaften, traumatisierte Überlebende und kein Ende des Konflikts.

1.000 Tage danach. In vielen der israelischen Kibbuzim entlang der Grenze zum Gazastreifen herrscht heute Stille. Zwar ist die Erleichterung über die überstandene Geiselkrise groß, seit die letzten Verschleppten im vergangenen Oktober wieder zu ihren Familien zurückkehren konnten. Doch die Wunden des 7. Oktober 2023 heilen nur langsam.

Gal Cohen, der Leiter des Kibbuz Be'eri muss immer wieder an diesen Schicksalstag zurückdenken: "Zehn oder 15 Terroristen standen um das Haus herum. Sie forderten alle auf, herauszukommen. Andernfalls würden sie das Haus anzünden. Manche, die herauskamen, haben sie einfach entführt." Die meisten Leute aus Be'eri hätten die Terroristen nicht entführt, berichtet Cohen. Sie hätten sie gefesselt und "ihnen einfach in den Kopf geschossen".

Fast jeder Zehnte entführt oder getötet