PfadnavigationHomeRegionalesMecklenburg-VorpommernMinisterin kritisiert schärfere Regeln für KrankschreibungenStand: 15:01 UhrLesedauer: 2 MinutenDrese sieht in dem Vorschlag einen Rückschritt. (Archivbild)Quelle: Jens Büttner/dpaDie Hürden für Krankschreibungen im Job sollen höher werden. Dabei geht es etwa um telefonische Krankschreibungen. MV-Gesundheitsministerin Drese kritisiert mehrere Punkte an den Plänen des Bundes.Die geplanten schärferen Regeln für Krankschreibungen stoßen auf deutliche Kritik von Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Stefanie Drese. «Dieser Vorschlag ist ein Rückschritt und das Gegenteil von einer modernen und patientenorientierten Gesundheitsversorgung», sagte die SPD-Politikerin in einer Mitteilung.Die Krankschreibung per Telefon habe sich bewährt, da sich erkranke Menschen, die der Praxis bereits bekannt seien, nicht mehr in volle Wartezimmer drängen müssten und sich dort womöglich noch anderen Infektionsrisiken aussetzten, sagte Drese.Drese: Telefonische Krankschreibung spart unnötige WegeFürs Fernbleiben vom Job soll künftig als gesetzliche Regel gelten, dass die Vorlage einer Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung schon ab dem ersten Tag der Erkrankung verpflichtend wird. Beschäftigte müssen dafür dann direkt in die Praxis gehen und können nicht erst einmal zu Hause bleiben und schauen, wie es ihnen geht. Aktuell muss eine Bescheinigung her, wenn man länger als drei Kalendertage arbeitsunfähig ist, also am vierten Tag. Arbeitgeber sind aber schon bisher berechtigt, die Vorlage der Bescheinigung früher zu verlangen.Die Möglichkeit, sich auch ohne extra Praxisbesuch krankschreiben zu lassen, besteht seit Ende 2023 - unter der Bedingung, dass man in der Praxis bekannt ist und keine schweren Symptome hat. Vorbild war eine Sonderregelung aus Corona-Zeiten, um Ansteckungen zu vermeiden. Die Möglichkeit per Telefon soll jetzt wegfallen.Drese sagte, gerade bei leichteren Erkrankungen wie einer Erkältung sei die telefonische Krankschreibung eine hervorragende Möglichkeit, unnötige Wege zu sparen und erlaube es den Erkrankten, sich stattdessen sofort auf ihre Genesung zu konzentrieren und sich auszukurieren. «Das bringt auch deutlich mehr, als sich mit Kopfschmerzen oder kurzzeitigen Magen-Darm-Problemen in die Praxis zu schleppen.»Weiter kritisierte Drese: «Ich finde es fatal, dass der Bundeskanzler offensichtlich glaubt, dass Menschen im großen Stil blau machen und die Hausärztinnen und Hausärzte dabei willfährig Atteste ausstellen.»dpa-infocom GmbH
Ministerin kritisiert schärfere Regeln für Krankschreibungen - WELT
Die Hürden für Krankschreibungen im Job sollen höher werden. Dabei geht es etwa um telefonische Krankschreibungen. MV-Gesundheitsministerin Drese kritisiert mehrere Punkte an den Plänen des Bundes.













