Als jüngst die erste Reise der Familie Sussex ins Vereinigte Königreich seit vier Jahren angekündigt wurde, klang das wie eine Gelegenheit, die Versöhnung bei den Windsors einzuleiten: Prinz Archie, 7, und Prinzessin Lilibet, 5, die Kinder von Prinz Harry und seiner Frau Meghan, der Herzogin von Sussex, würden Zeit mit ihrem Großvater König Charles III. verbringen können. Vielleicht würde Harry sich sogar mit seinem Bruder William aussprechen.Nomineller Anlass des für die kommende Woche geplanten Trips ist Harrys Teilnahme an einer Vorveranstaltung zu den „Invictus Games“. Diese 2014 von ihm selbst ins Leben gerufenen sportlichen Wettkämpfe für kriegsversehrte Veteranen finden im Sommer 2027 in Birmingham statt. Für Harry und Meghan sind mehrere Treffen und öffentliche Auftritte geplant, die alle im Zusammenhang mit den Invictus Games oder Harrys anderen gemeinnützigen Projekten stehen. Archie und Lilibet sollten bei keinem dieser Auftritte dabei sein.Doch nun, da die Reise näher rückt (die exakten Daten sind noch nicht bekannt), ist alles wieder völlig unklar. Eventuell kommt Harry letztlich doch allein. Der Hauptstreitpunkt scheint dabei die Sicherheit der Familie zu sein. Harry hat, da er kein „Working Royal“ mehr ist, also keine offiziellen Termine als Mitglied der Königsfamilie wahrnimmt, keinen automatischen Anspruch auf Polizeischutz. Ein Versuch, diesen Schutz auf gerichtlichem Wege zu erwirken, scheiterte im Mai 2025 letztinstanzlich. Harry ist laut Newsweek der Ansicht, führende Berater seines Vaters hätten verhindert, dass das potenzielle Sicherheitsrisiko für ihn und seine Familie bei einem Aufenthalt in Großbritannien neu bewertet wurde. Die letzte Bedrohungsanalyse fand 2019 statt.Nun hatte das Team des Prinzen anlässlich der anstehenden Reise erneut um polizeilichen Schutz für die Dauer des Aufenthalts im Vereinigten Königreich gebeten. Das zuständige Royal and VIP Executive Committee (RAVEC) lehnte das nach Prüfung durch seinen Risikomanagementausschuss erneut ab. Entsprechender Schutz, so RAVEC, könne nur dem Gelände königlicher Ländereien oder Paläste gewährt werden, nicht jedoch bei Ankunft, Abreise oder anderweitigen Terminen.Eine Aussöhnung mit Prinz William erscheint ausgeschlossenWie die BBC meldet, hat der Buckingham-Palast angeboten, die Familie für die Dauer ihres Aufenthalts in einem nicht näher benannten königlichen Palast unterzubringen. Dadurch wären Harry und seine Familie wie jeder andere Gast Nutznießer von Sicherheitsvorkehrungen, die für die royalen Grundstücke und Immobilien ohnehin permanent gelten. Harry und Meghan haben die Einladung der BBC zufolge angenommen. Bei früheren Besuchen hatte Prinz Harry das Angebot, im Buckingham Palace zu übernachten, noch abgelehnt, weil ihm dieser als nicht sicher genug erschien.Eine Einladung, die übrigens auch ein subtiles Zeichen der grundsätzlichen Bereitschaft des Königs sein könnte, sich mit seinem Sohn, seiner Schwiegertochter und seinen Enkeln informell zu treffen. Zuletzt sah Harry seinen Vater am 10. September 2025 persönlich. Damals trafen die beiden sich zu einer privaten, knapp einstündigen Unterredung in Clarence House, der Londoner Residenz des Königs. Ein gemeinsamer öffentlicher Auftritt scheint derzeit allerdings ausgeschlossen zu sein. Das Boulevardblatt Daily Express zitiert eine nicht namentlich genannte, „dem Prinzen nahestehende“ Quelle, er habe zugestimmt, dass jedes etwaige Treffen mit dem Monarchen unter vier Augen stattfinden würde, „ohne Kameras und ohne anschließende Instagram-Posts“.Ein Treffen, geschweige denn eine Aussöhnung mit seinem Bruder William scheint hingegen derzeit so oder so ausgeschlossen zu sein. Das Magazin Vanity Fair zitiert einen angeblichen Insider, der beteuert, William werde seinen Bruder keinesfalls sehen: „Ich vermute“, so die nicht genannte Quelle, „er wird sichergehen, dass er meilenweit entfernt ist, wenn Harry zu Besuch kommt, um peinliche Begegnungen zu vermeiden.“ Harry habe wiederholt versucht, Kontakt aufzunehmen, doch William habe seine Anrufe nicht entgegengenommen. „Er ist überhaupt nicht an einer Versöhnung interessiert“, so der Insider weiter, „und die Tatsache, dass sein Vater sich jede erdenkliche Mühe gibt, Harrys Besuch zu ermöglichen, hat William zutiefst verärgert.“Laut einem Sprecher des Paares prüft der Prinz weiterhin „alle verfügbaren Möglichkeiten, um den Besuch sicher zu gestalten und seinen Kindern die Gelegenheit zu geben, ihre Zeit in Großbritannien zu genießen“. Möglicherweise fällt die endgültige Entscheidung erst kurz vor der Abreise.
Prinz Harry besucht Großbritannien – mit oder ohne Meghan und die Kinder?
Zunächst hieß es, Archie und Lilibet könnten zum ersten Mal seit vier Jahren ihren Großvater König Charles besuchen. Doch nun gibt es Streit um die Sicherheitsvorkehrungen.












