Eine EU-Gesundheitsbehörde hat Instantnudeln für einen Ausbruch von Salmonelleninfektionen verantwortlich gemacht. Zwischen November 2025 und Juni 2026 habe es in 13 EU-Ländern sowie Großbritannien 106 bestätigte Fälle gegeben, teilte das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) am Mittwoch mit.

Betroffen seien vor allem Kinder und junge Erwachsene. Mindestens 49 Personen hätten demnach stationär behandelt werden müssen. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hatte am Dienstag in einer eigenen Mitteilung 104 bestätigte Fälle angegeben.»Aromatisierte Nudelprodukte sind die wahrscheinlichste Quelle eines derzeit andauernden, mehrere Länder betreffenden Infektionsausbruchs, wobei Hinweise darauf hindeuten, dass die Fälle mit Produkten derselben Marke in Verbindung stehen«, so die Behörden.

Sie nannten den Anbieter nicht namentlich, gaben jedoch an, dass die Fälle im Zusammenhang mit dem Salmonellenstamm »Stanley« auf einen Hersteller in der Ukraine zurückzuführen seien.Das Unternehmen teilte mit, es habe eine interne Untersuchung eingeleitet und die Chargen aus dem Verkehr gezogen. Als Folge davon seien Maßnahmen ergriffen worden, darunter unabhängige Labortests, behördliche Prüfungen, Umgebungsüberwachung und zusätzliche Präventivmaßnahmen.