Die jüngste Hitzewelle hat bei vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern den Wunsch nach Abkühlung geweckt – offenbar mit Folgen für die Verfügbarkeit entsprechender Hilfsmittel.Die Lager für Klimaanlagen und Ventilatoren seien „größtenteils leer“, teilte der Onlinehändler Galaxus am Donnerstag mit. Mit Nachschub aus Asien sei „erst nach der Saison zu rechnen“.Das Unternehmen selbst verzeichnete demnach ein deutliches Plus bei der Nachfrage. Im Juni habe Galaxus so viele Klimaanlagen verkauft wie noch nie in einem einzelnen Monat – 38 Prozent mehr als im bisherigen Rekordmonat Juni 2025. Im gesamten ersten Halbjahr verkaufte der Onlinehändler demnach 36 Prozent mehr Klimaanlagen und 72 Prozent mehr Ventilatoren als im Vorjahreszeitraum. Ventilatoren bereits seit Hitze-Wochenende vergriffen Am vergangenen Wochenende wurden in Deutschland vielerorts Temperaturen oberhalb der 40-Grad-Marke verzeichnet. Im brandenburgischen Coschen an der polnischen Grenze wurde am Sonntag mit 41,7 Grad Celsius ein neuer Hitzerekord für den Monat Juni gemessen.In der Folge meldeten viele Elektronikfachmärkte in deutschen Städten, dass aktuell keine Ventilatoren mehr verfügbar seien. Im Berliner Bezirk Neukölln waren beispielsweise bereits am Samstag in kleinen, aber auch großen Fachgeschäften wie MediaMarkt sowie in Baumärkten sämtliche Ventilatoren vergriffen, wie eine Tagesspiegel-Reporterin beobachtete. Leere Paletten in einem Neuköllner Baumarkt am vergangenen Samstag, auf denen zuvor noch Ventilatoren gestapelt waren. © Miriam Rathje Auch in einem Haushaltswarenladen in den Neukölln-Arcaden waren am Samstag alle Geräte vergriffen. © Miriam Rathje In einem Neuköllner Geschäft für Wohnaccessoires waren die beliebten Handventilatoren für Kinder ausverkauft. © Miriam Rathje Ventilatoren-Tipps für Verbraucher Verbraucherportale wie die Stiftung Warentest klären anlässlich der jüngsten Hitzewelle verstärkt zum richtigen Gebrauch von Ventilatoren auf. Dabei sei vor allem zu beachten, dass die Geräte die Raumluft nicht wirklich abkühlen können. Hilfreich seien sie im Sommer allerdings trotzdem, da sie den Körper erfrischen.Demnach machen Ventilatoren die Hitze erträglicher, indem sie die Luft in Bewegung setzen. Bewegte Luft fühlt sich den Verbraucherzentralen zufolge schließlich einfach kühler an als stehende Luft.Der Stiftung Warentest zufolge kann ein Ventilator mit einem Kniff auch für tatsächliche Abkühlung sorgen. Und zwar dann, wenn man ihn fürs Durchlüften in den frühen Morgenstunden nutzt. Stellen Sie Ihren Ventilator dafür mit der Rückseite vor das geöffnete Fenster und wählen Sie die maximale Leistung. Nun kann er die noch kühle Luft der Nacht ins Zimmer holen. Geeignet sind dafür laut Cecilia Meusel von der Stiftung Warentest vor allem Turmmodelle – und manche Standmodelle, die kräftig genug blasen, um die Luft wirklich in den Raum zu treiben.Übrigens: Die Stromkosten, die so ein Ventilator verursacht, halten sich in Grenzen. Bei einem Gerät mit 25 bis 50 Watt müssen Sie den Verbraucherzentralen zufolge bei 900 Betriebsstunden im Jahr, was je 10 Stunden an 90 Tagen entspricht, mit zusätzlichen Stromkosten von 6 bis 10 Euro rechnen. (AFP, mira, dpa)
Nachschub „erst nach der Saison“?: Lager für Klimaanlagen und Ventilatoren sollen „größtenteils leer“ sein
Einem großen Onlinehändler zufolge sind die Lager für Ventilatoren und Klimaanlagen aktuell „größtenteils leer“. Die große Nachfrage beschert der Branche ein deutliches Plus.














