Drei Spiele um den Einzug ins Achtelfinale stehen an diesem Donnerstag und in der Nacht zu Freitag bei der Fußball-WM an. Die Rollenverteilung ist längst nicht in jeder Partie so klar verteilt wie beim Duell des Europameisters Spanien gegen Österreich mit Trainer Ralf Rangnick.Die Spiele des WM-TagesSpanien: Das letzte Pflichtspiel gegen Österreich ist ein Vierteljahrhundert her. Rückschlüsse wird Spanien da gewiss nicht ziehen können. In der spanischen Presse wird befürchtet, dass Österreichs Gegenpressing-System das perfekte Mittel gegen den vertikalen Ballbesitzfußball von Luis de la Fuente ist. Trotzdem geht Spanien als großer Favorit in das Duell. Auch der Ausfall von Nico Williams dürfte für die Iberer gut kompensierbar sein.Österreich: Das packende Spiel gegen Algerien hat für Österreich vor allem eines gezeigt: Glaube und mentale Stärke hat das Team von Ralf Rangnick. Gegen den Europameister ist die ÖFB-Auswahl der Außenseiter, allerdings einer mit gesundem Selbstvertrauen. Der Druck ist weg, heißt es aus dem Austria-Lager, die Erwartungen liegen bei Spanien. In dieser Rolle fühlt sich Österreich wohl – und will für die nächste faustdicke Überraschung der WM sorgen.Kroatische Fußballikone: Luka ModrićdpaPortugal: Bei den Portugiesen gibt es eine große Diskrepanz zwischen eigener und öffentlicher Wahrnehmung. Fans und Medien kritisieren die schwachen Leistungen in der Vorrunde. Spieler und Trainer sagen nach dem glücklichen 0:0 gegen Kolumbien: Das war ein Härtetest. Wir sind auf Kurs. Die Bilanz bei EM- und Nations-League-Spielen gegen Kroatien spricht klar für Portugal: fünf Siege in sechs Spielen.Kroatien: Luka Modric (40) und Cristiano Ronaldo (41) gewannen zusammen viermal die Champions League mit Real Madrid. Für einen der beiden früheren Weltfußballer wird dieses K.-o.-Duell aber das letzte WM-Spiel der internationalen Karriere. Nach den Plätzen zwei und drei bei den vergangenen Weltmeisterschaften suchen die Kroaten bei diesem Turnier noch ihre Form. Beim 2:1 gegen Ghana dürfte Trainer Zlatko Dalic aber wenigstens seine Bestformation gefunden haben.Schweiz: Die Schweizer haben nach Startschwierigkeiten gut ins Turnier gefunden und sich mit sieben Punkten als Gruppensieger für die K.-o.-Runde qualifiziert. Besonders Johan Manzambi vom SC Freiburg trumpfte zuletzt mit drei Toren und auch sonst starken Auftritten auf. Führt der 20-Jährige die Schweizer auch ins Achtelfinale?Algerien: Die Algerier gehen voller Selbstvertrauen in das Duell mit der Schweiz. Für Trainer Vladimir Petkovic ist es eine besondere Partie. Der Bosnier war von 2014 bis 2021 Nationaltrainer der Eidgenossen, hat zudem zahlreiche Klubs in der Schweiz trainiert. Durch das 3:3 gegen Österreich gingen die Algerier Titelkandidat Spanien aus dem Weg. Das Ziel ist daher klar das Achtelfinale.