Russland hat in den vergangenen Monaten offenbar die Überwachung kritischer Militäranlagen in mehreren europäischen Staaten intensiviert. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse des Thinktanks International Institute of Strategic Studies (IISS), über die der »Guardian « berichtet.
Das IISS hat 144 Drohnenvorfälle in mehr als einem Dutzend Länder seit Ende 2024 untersucht. Die russischen Tätigkeiten fänden demnach unter »weitgehender Straffreiheit« statt und offenbarten ein strategisches Versagen der Nato-Flugabwehrfähigkeiten. Obwohl die Drohnen teilweise über Luftwaffenstützpunkten und Flughäfen gesichtet wurden, sei keine einzige abgeschossen oder abgefangen worden.Die mutmaßlich russischen Drohnenflüge galten demnach sensiblen Zielen:
So sollen die Fluggeräte etwa im November 2024 an den britischen Militärstützpunkten Lakenheath und Fairford unterwegs gewesen sein. In der Royal Air Force Base Lakenheath sollen US-Atomwaffen stationiert sein.Über der französischen Basis Île Longue, in der Frankreichs maritime Nuklearwaffen gelagert werden, waren im Dezember 2025 mindestens fünf Drohnen unterwegs.Drohnen wurden im November und Dezember 2025 auch an der belgischen Luftwaffenbasis Kleine-Brogel und der niederländischen Basis Volkel gesichtet. An beiden Standorten sollen US-Atomwaffen eingelagert sein.Der Bericht bringt die Drohnenflüge nun einmal mehr mit zwei Schiffen der sogenannten russischen Schattenflotte in Verbindung. Als Startpunkte könnten demnach die »HAV Dolphin« und die »Seasons 1« gedient haben, die während der Drohnensichtungen an den britischen Basen auf der Nordsee unterwegs waren.











