PfadnavigationHomePolitikAuslandDrohnenattackenUkraine erhöht Reichweite der Angriffe auf Russland – russische Armee beschießt TankstellenStand: 10:53 UhrLesedauer: 2 Minuten„Fire Point“-Gründer Denys Shtilierman analysiert im WELT-Interview die aktuelle Kriegslage in der Ukraine, betont die Bedeutung eigener Drohnen und fordert langfristigen Druck auf Russland.Ukrainische Drohnen treffen erneut weit entfernte Ziele in Russland: Eine Raffinerie in Ufa sowie ein Rüstungsstandort in Pensa wurden beschädigt. Moskau verstärkt hingegen seine Angriffe auf Tankstellen in der Ukraine.Die Ukraine hat die Reichweite und Intensität ihrer Raketenangriffe auf russisches Territorium ausgeweitet. In Russland wurde in diesem Jahr in bislang fast der Hälfte der Regionen Raketenalarm ausgelöst. Das ergibt eine Auswertung der Nachrichtenagentur Bloomberg.Allein in der vergangenen Woche wurde in mindestens fünf Regionen des Föderationskreises Wolga südöstlich von Moskau Raketenalarm ausgerufen. Hinzu kamen die Region Astrachan im Süden des Landes sowie mindestens vier Regionen im Nordkaukasus. Ähnliche Warnungen gab es auch in den zentralrussischen Regionen Moskau, Wladimir, Tambow, Orjol und Lipezk.Nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj griff kürzlich erneut Ziele tief in Russland an. So sei zum zweiten Mal eine Ölraffinerie im russischen Ufa attackiert worden, teilte Selenskyj am Mittwoch auf der Online-Plattform X mit. Die Anlage liegt mehr als 1300 Kilometer von der Front entfernt. Zudem habe es einen Angriff auf eine strategisch wichtige Anlage in der Region Pensa gegeben. Dort würden Komponenten für Raketenwaffen hergestellt, die Russland bei seinen Angriffen auf die Ukraine einsetze. Die attackierte Anlage liege rund 600 Kilometer von der Front entfernt.Augenzeugen berichteten in sozialen Medien von Rauchsäulen über einem oder mehreren Rüstungsbetrieben. Als Zielorte wurden eine Kugellagerfabrik und ein Institut für Elektromechanik genannt, das Navigationshilfen für Flugzeuge und Raketen entwickelt. Lesen Sie auchUnterdessen trafen russische Luftangriffe im ukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk über Nacht fünf Tankstellen. Mehrere Brände seien ausgebrochen, teilte der Gouverneur des Gebiets, Olexander Hanscha, auf Telegram mit. Eine Frau sei getötet worden, außerdem gebe es drei Verletzte.In der Nacht zuvor waren Angriffe auf Tankstellen aus dem nördlichen Gebiet Sumy gemeldet worden. Der ukrainische Branchendienst Naftorynok hat seit April bereits mehr als 140 solcher Attacken gezählt. Lesen Sie auchSie wirken wie eine Antwort auf die zunehmende Treibstoffkrise in Russland – zunächst auf der besetzten Krim, dann auch in vielen anderen Regionen. Im Land des Angreifers ist Benzin knapp geworden wegen ukrainischer Treffer auf Raffinerien und Versorgungswege. Russland, ein Großexporteur von Öl, führt deshalb nach Kreml-Angaben Gespräche über mögliche Treibstoffimporte.Die Ukraine bittet ihre Partner in der Europäischen Union darum, freie Mittel aus der Europäischen Friedensfazilität (EPF) in Höhe von 6,6 Milliarden Euro für die Militärhilfe bereitzustellen. Dies geht aus einem Brief von Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow hervor, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt. Der gesamte Verteidigungsbedarf der Ukraine wird in dem Schreiben für dieses Jahr auf rund 136 Milliarden Euro geschätzt, wovon der ukrainische Haushalt etwa 53 Milliarden Euro abdeckt. Reuters/nw
Drohnenattacken: Ukraine erhöht Reichweite der Angriffe auf Russland – russische Armee beschießt Tankstellen - WELT
Ukrainische Drohnen treffen erneut weit entfernte Ziele in Russland: Eine Raffinerie in Ufa sowie ein Rüstungsstandort in Pensa wurden beschädigt. Moskau verstärkt hingegen seine Angriffe auf Tankstellen in der Ukraine.






